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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Naturoase für Mensch und Tier
Zwischenüberschrift:
Park statt Kaserne: Osnabrück eröffnet Grünstreifen am Limberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Fertig ist der neue Parkstreifen auf dem Gelände der ehemaligen Limberg-Kaserne in Osnabrück schon seit Monaten. Jetzt darf er auch genutzt werden.

Der Stacheldraht aus Kasernenzeiten ist weg. Auf einer Länge von 800 Metern schlängelt sich parallel zur Straße Am Limberg ein Spazierweg über den Rand des Geländes, das die britischen Soldaten im März 2009 verlassen haben. Eine Familie mit kleinen Kindern hat sich auf dem Rasen zum Picknick niedergelassen, einige Meter weiter sitzt ein Sudanese, der in der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft lebt. Ich weiß nicht, ob das hier alles gestellt ist″, kommentierte Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) beim Blick über die belebte Parkfläche, aber es sieht toll aus.″

Der rund 70 Meter breite Grünzug mit vereinzelten Bänken soll einen Puffer bilden zwischen der bestehenden Wohnsiedlung und dem 70 Hektar großen ehemaligen Militär-Areal, das die Stadt zu einem Gewerbe- und Freizeitgebiet umwandeln möchte. Für den nördlichen Bereich ist eine Nutzung durch Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen vorgesehen, im Süden soll Sport den Vorrang haben.

Durch dieses Gebiet ist eine Straße geplant und sobald diese fertig ist, soll die Straße Am Limberg zu einem Radweg umgewandelt werden, erläuterte Griesert. Wann es so weit ist, bleibt offen. Eigentlich wollte der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause den Bebauungsplan für das Gelände beschließen, doch das Thema wurde vertragt. Die Stadt sei noch in Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), so Griesert. Denn der gehören noch immer etwa 56 Hektar am Limberg. Wir planen die Übergabe gegen Ende des Jahres″, sagte Bima-Mitarbeiter Gerhard Blödorn. Griesert lobte die Zusammenarbeit ausdrücklich.

Zur offiziellen Eröffnung eingeladen waren neben den Anwohnern aus der Wohnsiedlung auch Bewohner der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft, in der mehr als 200 Menschen leben, überwiegend sudanesische Männer. Sie kennen den Parkstreifen, durften ihn aber bislang nicht nutzen: Bauzäune versperrten während der Wachstumsphase und bis zum Eröffnungstermin den Weg. Bima und Stadt begründen die Umzäunung der Flüchtlingsunterkunft mit Haftungsfragen: Der Zugang aufs übrige Bima-Gelände wird daher weiterhin auf Bima-Anweisung durch die umstrittenen Bauzäune verhindert. Das gilt auch für die Ränder des Parkstreifens und zwar für alle Bürger, wie die Stadt betonte.

482 000 Euro hat die Gestaltung des Parkstreifens gekostet, ein Drittel zahlt die Stadt, der Rest sind Städtebaufördermittel. Drei verschiedene Grünzonen hat das Osnabrücker Büro Wiebold Landschaftsarchitektur geschaffen, damit auch die Natur etwas davon hat: Neben dem klassischen Rasen haben sie im Bereich der Bäume sogenannten Landschaftsrasen mit verschiedenen Blühpflanzen und Kräutern eingesät, auf dem zurzeit der Klatschmohn blüht. Diese Bereiche werden nur viermal jährlich gemäht, erläuterte Klaus Wiebold. Drittens gibt es Blühsäume mit 42 Pflanzenarten, die in der Region auszusterben drohen. Hier haben die Landschaftsarchitekten in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück regionales Saatgut ausgesät. Die Blühbereiche sollen nicht zuletzt Wild- und Honigbienen Futter bieten.

Bildtext:
Flanieren, Picknicken, Spielen: All das bietet der Parkstreifen.

Foto: Michael Gründel
Autor:
sdo


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