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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gesellschaft im Wandel?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Diskussion um die Ehe für alle″, u. a. zu den Leserbriefen von Prof. Dr. Manfred Spieker und Dr. Ragnar Weber Historische Zäsur″ (Ausgabe vom 1. Juli) und dem Artikel Merkel öffnet sich der , Ehe für alle′″ (Ausgabe vom 28. Juni).

Die Einführung der Ehe für homosexuelle Paare ist ein überfälliger Schritt für unsere liberal-westliche Gesellschaft und folgt damit Ländern wie Frankreich, Finnland oder dem katholisch geprägten Irland. Viele Gegner der Ehe für homosexuelle Paare rechtfertigen ihre Haltung neben religiös-traditionellen Aspekten mit der Annahme, dass die Väter des Grundgesetzes wie selbstverständlich von einer Ehe zwischen Mann und Frau ausgegangen seien, obwohl sie dieses nicht explizit betonten.

Dabei ist eine Gesellschaft nicht einem starren Konstrukt unterworfen, sondern einem stetigen Wandel. Bestehende Normen erodieren und werden neu implementiert, insofern der Großteil der Gesellschaft die neuen Normen befürwortet […]. Herr Spieker stößt sich an der Tatsache, dass Ehen, […] in aller Regel Familien werden, also Kinder zeugen und erziehen und somit Verantwortung für die Regeneration der Gesellschaft übernehmen.′

Eine Ehe zwischen homosexuellen Menschen gewährt diesen jedoch insbesondere im Adoptionsrecht Zugeständnisse, wodurch eben diese die Verantwortung rund um die Regeneration der Gesellschaft übernehmen, indem sie die Erziehung von Kindern abnehmen können, wo ansonsten gar keine elterliche Erziehung stattfände. Eine neu heranwachsende Generation würde davon profitieren, wenn sie Zuneigung und wahrscheinlich von starker Toleranz geprägte Wertevermittlung erhielte. Schließlich gibt es auch Ehen, in welchen die Partner sich bewusst gegen die Fortpflanzung entscheiden und trotzdem durch alle Vorteile der Ehe begünstigt werden. Solange es diesen Personen rechtlich nicht verboten ist, eine Ehe einzugehen, ist das Argument der natürlichen Fertilität bei der Ehe für homosexuelle Menschen hinfällig. Die Ehe homosexuellen Menschen zu verwehren wäre nicht nur diskriminierend, sondern generationenblind und lebensfeindlich.″

Lars Magnus

Osnabrück

Kann man Ungleiches wirklich gleich machen? Es gibt in der Natur, ob beim Menschen, den Tieren oder den Pflanzen genetische Ausnahmen, diese Ausnahmen bestätigen eben nicht die Gleichsetzung von Mann und Frau für das Überleben und die Fortpflanzung unserer Menschheit.

Diese Werte von Mann und Frau als Eheleute kann man nicht hoch genug wertschätzen […]. Vor dem Grundgesetz sind alle Menschen gleich, aber nicht vor dem Naturgesetz mit seiner Vielfältigkeit und den Ausnahmen. Für die Homo-Ehe und andere Konstellationen ist das Wort Ehe irreführend und nicht akzeptabel. […]″

Friedhelm Haverland

Lingen

Bildtext:
Die Ehe für alle″ ist längt überfällig, meint einer unserer Leser.

Foto:
dpa
Autor:
Lars Magnus, Friedhelm Haverland


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