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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Krankenhaus auf dem Finkenhügel - Gründe für den Standortwechsel
Zwischenüberschrift:
Vorsitzende des Gesundheitsausschusses geben Aufklärung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Krankenhaus auf dem Finkenhügel - Gründe für den Standortwechsel - Vorsitzende des Gesundheitsausschusses geben Aufklärung

" Wir werden ein modernes Krankenhaus von maximaler Leistungsfähigkeit und optimaler Wirtschaftlichkeit bekommen, das die medizinische Versorgung nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Umgebung sichert." Das ist das Resümee eines Gespräches, bei dem gestern der Vorsitzende des   Gesundheitsausschusses des Stadtrates, Ratsherr Ralf Preiß,   und der stellvertretende Vorsitzende, Senator Dr. Bernhard   Schomakers, der Neuen OZ die Gründe erläuterten, die ... zu   einer Verlegung des Standortes für den geplanten   Krankenhausneubau vom Westerberg zum Finkenhügel geführt   haben.
Zwei Hauptgründe gaben für den Finkenhügel, das Gebiet zwischen Wilhelmstraße, Rubbenbruchsee, Heger Holz und der geplanten Westumgehung, den Ausschlag. Beim Kauf des Steinbruchs auf dem Westerberg im Jahr 1965 war der Kinderhospital-Verein noch bemüht, das Kinderhospital am Schölerberg selbständig weiterzuführen, doch bei den Vorstellungen über das Raumprogramm erwies es sich im Blick auf die Entwicklung als zweckmäßig, die Kinderklinik, deren Sanierung die Stadt etwa 950 000 DM Zuschuß kosten würde, dem Schwerpunktkrankenhaus einzugliedern.
Für die Bevölkerung und den Krankenhausträger sind beide Einrichtungen unter einem Dach nützlich, allein wenn man an die gemeinsame Benutzung von Büros, Labors und anderen Räumen denkt. Auch setzte sich die Auffassung durch, daß ein voll funktionsfähiges Kinderhospital mit einem großen Krankenhaus in Kontakt stehen muß. Vom Sozialministerium in Hannover wurde es übrigens bestätigt, daß eine Zusammenlegung der " einzige richtige Weg" sei. Die hierdurch notwendige Änderung des Raumprogramms - der jetzige Entwurf sieht 240 Betten mehr als das frühere Konzept vor - hätten aus Platzgründen am Westerberg nicht verwirklicht werden können.
Zweiter Grund für den Standortwechsel war die Tatsache, daß die Stadt bei ihrem Kurs in Richtung Universität Vorbereitungen treffen muß, auch ihr Krankenhaus eines Tages darin einbeziehen zu lassen. Das bedeutet zusätzliche Flächen für Institute, Schulen (z. B. für Diätassistentinnen) und Heime für Schüler, die es am Westerberg nicht gibt.
Als zweite Wurzel der Universität neben dem erziehungswissenschaftlichen Zweig kann die universitäre Ausbildung im Stadtkrankenhaus bezeichnet werden. Habilitierte Chefärzte sind bereits in die Hochschulkommission aufgenommen worden; zur Universität Münster bestehen enge Beziehungen. Demnächst werden 60 bis 100 Studenten Internatsjahr und Vorlesungen in Osnabrück absolvieren. Möglich ist, daß diese Ausbildung sich um weitere Institute verstärken wird. Am Finkenhügel (Dr. Schomakers: " Wir haben damit wohl nicht den idealen, wohl aber den besten Platz gefunden") gibt es in dieser Beziehung keine Engpässe.
Hier wurde ein beträchtliches Gelände in den Bebauungsplan   einbezogen, so daß bei eventuellen späteren Anforderungen   Erweiterungsmöglichkeiten gegeben sind. Mit den Eigentümern   sind jetzt Verhandlungen erforderlich. Verkehrsmäßig wird das   Gelände einmal durch die westliche Umgehungsstraße gut   angebunden.
Nach Fertigstellung des Raumprogramms macht sich die Stadt jetzt Gedanken, wie die Ausschreibungen erfolgen, und wartet auf die Nachricht des Ministeriums über die Höhe des Zuschusses. Dabei rechnen die Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses mit einem Prozentsatz mit 35 bis 40 Prozent und verweisen mit Recht auf den reichen Nachbarn Nordrhein-Westfalen, wo Hauptschwerpunktkrankenhäuser nur zu 30 Prozent Eigenbeteiligung erfordern.
Im Rahmen der Kompetenzneuverteilung zwischen Bund und Ländern wird der Bund mit " an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", wie Ratsherr Preiß und Senator Dr. Schomakers glauben, einen Teil der Finanzierung übernehmen. Das wäre bei einem früheren Bau nicht der Fall gewesen.
Das Ministerium hat der Stadt geraten, verschiedene Krankenhausarchitekten anzusprechen. Durch einen derart begrenzten Wettbewerb würde eine weitere größere Zeitverzögerung vermieden werden. Auch der Landesverband der Ortskrankenkassen wurde nach seinen Vorstellungen gefragt.
" Hätten wir schon mit dem Krankenhaus begonnen, wäre es eine falsche Investition gewesen!" meinten die Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses. Den Steinbruch am Westerberg habe die Stadt trotz des revidierten Beschlusses nicht vergeblich gekauft, ist ihre Ansicht. " Ein so zentral gelegenes und wertvolles Gelände wird bei der wachsenden Freizeitmöglichkeit noch nutzbringend verwertet werden können."
Sie vertreten ferner die Meinung, daß ab 1972 " erhebliche Raten" im Investitionsplan der Stadt eingesetzt werden müßten und nach Überwindung der Schwierigkeiten jetzt mit Hochdruck darangegangen werden könne, " den Krankenhausneubau in den 70er Jahren zu vollenden."


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