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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Eine Laufbahn in Trümmern″
Zwischenüberschrift:
Chef-Archäologe Bodo Zehm offiziell verabschiedet – Geschickter Kommunikator und begehrter Lehrmeister
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses ist Bodo Zehm offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Feierstunde für den Chef-Archäologen der Stadt und des Landkreises Osnabrück begleiteten zahlreiche Mitarbeiter, Freunde und Weggefährten.

In seiner Laudatio bezeichnete Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Zehm als das Gesicht der Osnabrücker Archäologie″. Der OB zählte wichtige Wegmarken auf, die der Archäologe seit 1981 setzen konnte. So entdeckte Zehm beispielsweise den historischen Brunnen am Marktplatz und leitete bereits ab 1986 wichtige Grabungsprojekte in und um Osnabrück.

Nach Ihrer Berufung zum Leiter des Fachdienstes Archäologische Denkmalpflege haben Sie es mit Ihrem Engagement und Ihrem großen Ideenreichtum immer wieder verstanden, die Archäologie in der Region Osnabrück zu fördern und zu präsentieren″, bilanzierte Griesert. Beteiligt gewesen sei Zehm etwa am breit angelegten Forschungsvorhaben zur Schnippenburg bei Ostercappeln, hob der OB hervor. Unter Hinweis auf das Bonmot eines unbekannten Autors sprach das Stadtoberhaupt mit einem Augenzwinkern von einer Laufbahn in Trümmern″.

Die Stadt- und Kreisarchäologie sei unter Bodo Zehm der Durchlauferhitzer″ in Sachen Ausbildung für viele niedersächsische Grabungsspezialisten gewesen, betonte Landesarchäologe Henning Haußmann. Es gehört zum guten Ton, unter Zehm zu graben.″

Dessen Nachfolger Axel Friederichs erinnerte daran, dass es seinem bisherigen Chef gelungen sei, private Metallsonden-Gänger als unverzichtbare Kooperationspartner für die moderne Denkmalpflege″ zu gewinnen.

Alle Laudatoren wiesen darauf hin, dass es Zehm wichtig war, die wissenschaftlichen Grabungsergebnisse allgemein verständlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bodo Zehm selbst skizzierte in seinen Abschiedsworten sein Arbeitsverständnis einer modernen Archäologie. Für mich war stets von grundlegender Bedeutung: Nur wer sich seinen Nachbardisziplinen ohne Berührungsängste nähert und sich um deren Beteiligung bemüht, wird es auch schaffen, das Bild von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft so zu gestalten, dass es auch für Nichteingeweihte lesbar wird.″

Bildtext:
Archäologie war für viele Jahrzehnte in Stadt und Landkreis Osnabrück ohne Bodo Zehm undenkbar. Jetzt wurde er offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
steb


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