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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Niemand will den Bauern etwas Böses
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Rukwied: Bundesamt bringt Bevölkerung gegen Bauern auf″ (Ausgabe vom 19. Juni).

Ich muss mich zum wiederholten Male sehr darüber wundern, dass sowohl der Verbandspräsident des Deutschen Bauernverbandes als auch viele seiner Mitglieder, die Landwirte vor Ort, anscheinend nicht in der Lage sind, mit Kritik und Anfragen und Sorgen und Tatsachen sachgerecht umzugehen.

Statt an einem gemeinsamen runden Tisch nach gemeinsamen, vielfältigen Veränderungen und Lösungen im Sinne des Verbraucher-, Tier- und Umweltschutzes zu suchen, ziehen sie sich auf eine persönliche, beleidigte Sprachebene zurück und führen Argumente an, die gar nichts mit den Tatbeständen zu tun haben und auch nicht zielführend sind. Es gibt gute Vorschläge für Richtungsänderungen und Untersuchungen zur Risikobewertung, denn niemand beschuldigt , die Bauern′ oder will ihnen etwas Böses. Es geht hier um Arbeitsweisen, Produktions- und Vermarktungsschritte unter Berücksichtigung der gesamten Welt/ Umwelt, um große Landwirtschaftspolitik.

Die Regierung eines Landes ist verpflichtet, nach dem Grundgesetz nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und sie nicht nur als Produktionsmasse zu behandeln. Und den Boden zu schützen. Dies kann niemals nur auf freiwilliger Basis Einzelner oder deren Interessenverbandes geschehen. Es müssen politische Entscheidungen und Vorgaben her. Ich nehme daher die Landespolitik in die Pflicht, mit den Bauern zu verhandeln auch über Nitratwerte. Eingaben liegen der Bundesregierung genug vor.

Denn die Auswirkungen sind so weitgreifend und verheerend für das gesamte Überleben unseres Planeten, dass die Chance zur Besinnung nicht vertan werden darf! Leider erinnert es mich an Sandkastenspiele, wo man mit Dreck bewirft, aber keine tatsächliche Begegnung stattfinden soll, nur Abgrenzung, Spaltung, Machtspielchen, unter denen kein Gespräch zustande kommen kann oder soll? Das könnte ja auch ein nicht laut erklärtes Ziel bestimmter Politiker, Marktinteressen sein. Es schafft nur Verwirrung, Aufregung, aber keine notwendige Bereitschaft zum Zuhören und Denken, Umdenken. [...]″

Christa Gärtner

Ostercappeln

Bildtext:
Beim Thema Nitrat″ sollten sich die Streitparteien doch wieder besinnen″, findet eine unserer Leserinnen.

Foto:
dpa
Autor:
Christa Gärtner


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