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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Trend zum Hobbyimkern hält an
Zwischenüberschrift:
58 Männer und Frauen auf dem Waldhof ausgebildet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Zahl der Hobbyimker in der Region wächst weiter. 58 Männer, Frauen und Kinder haben nun erfolgreich eine halbjährige Grundschulung abgeschlossen. Der Imkerverein Osnabrück bietet diesen Kursus für jeden an, der eigenen Honig ernten möchte.

Osnabrück/ Wallenhorst. Es ist nicht verboten, sich einfach so, ohne Ausbildung, einen Bienenstock in den Garten zu stellen. Aber es ist nicht sehr klug. Schulungsleiter Ernst Liening-Ewert winkt ab: Wer es versucht, hat meist nur ein Jahr etwas von seinen Bienen.″

Liening-Ewert gibt seit 20 Jahren Seminare und weiß alles über Königin, Arbeitsbienen und Drohnen. Er weiß, wer wann schlüpft, wie eine Behausung aussehen muss und wo sie am besten steht. Der Imker berät seine Schüler auch, wann der beste Zeitpunkt für die Ernte ist und wie geschleudert wird, damit der Honig aus den Waben mit dem Wachsdeckel kommt.

64 Kursteilnehmer waren dieses Mal zu Beginn im Waldhof dabei″, berichtet Liening-Ewert, davon sind 58 bis zum Ende geblieben, darunter sechs Kinder zwischen 12 und 15 Jahren.″ Imkern macht Männern und Frauen Spaß. Das hält sich die Waage, oft sind Ehepaare dabei, die sich gemeinsam um ihre Völker kümmern wollen.″

Wer das Imkern lernen will, kommt von Januar bis Juni an zehn Samstagen in den landwirtschaftlichen Versuchsbetrieb der Hochschule Osnabrück nach Wallenhorst-Lechtingen. Ein Kurstag dauert immer von 9 bis 16 Uhr. Wer mit der Imkerei starten will, muss mit Gesamtkosten von etwa 500 Euro für Bienenvolk, Behausung und Schutzausrüstung, die gegen Stiche schützt, rechnen. Ohne Grundkenntnisse ist dieses Geld schnell in den Sand gesetzt.″

Gemeinsam mit dem Biologen und Vorsitzenden des Imkervereins Osnabrück, Ansgar Erpenbeck, und Vereinskollege Siegfried Flegel kümmert sich Liening-Ewert um die Ausbildung der Anfänger. Imkern ist im Trend, das stellen wir schon lange fest″, sagt der Wallenhorster. Unsere Kurse sind immer gut besucht, und weil wir seit fünf Jahren den Waldhof nutzen dürfen, haben wir auch mehr Platz für die Teilnehmer.″ Vorher fand die Ausbildung in der Zooschule statt, das war beengter″.

Nach dem imkerlichen Grundkurs hört das Lernen übers Imkern aber nicht auf schon gar nicht, wenn die Praxis die Theorie ablöst. Auch wenn Plagen wie Varroamilbe oder amerikanische Faulbrut im Unterricht behandelt werden, ist es doch etwas anderes, wenn diese Bienenkrankheiten dann tatsächlich den eigenen Stock befallen haben.″ Hilfe gibt es für Mitglieder beim Imkerverein. Es ist wegen der Fortbildungen günstig, im Verein zu sein″, betont Liening-Ewert. Außerdem beraten und helfen wir auch außerhalb der gemeinsamen Termine.

Nachwuchsprobleme hat der Imkerverein Osnabrück nicht. Wir haben viele Mitglieder zwischen 40 und 50 Jahren, die mit Leidenschaft imkern.″ Für die Natur kann das nur gut sein, denn die Honigbiene und auch die Wildbiene braucht Unterstützung.

Viele Vorgärten sind heute pflegeleicht mit Steinen und Rasen angelegt″, bedauert der erfahrene Imker. Dabei braucht die Biene Vielfalt, vor allem dann, wenn der Raps und die Obstbäume nicht mehr blühen.″

Doch es gebe jetzt immer mehr Landwirte, die Blühstreifen anlegten. Eine gute Sache″, findet Liening-Ewert. Die Biene findet lange Nahrung, die Pflanze kann sich vermehren, und der Mensch erntet den Honig so haben alle etwas davon.″

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Bildtext:
Die Bienen von Imker Ernst Liening-Ewert bestäuben die Obstbäume der Hochschule Osnabrück in Haste.

Foto:
David Ebener
Autor:
Silke Brickwedde


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