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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Wie wirkt die Sperrung am Westerberg?
Zwischenüberschrift:
Umleitung über den Finkenhügel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die zweiwöchige Sperrung des Lieneschweges am Westerberg hat den Charakter eines Feldversuchs: Wohin weicht der Durchgangsverkehr aus?

Osnabrück. Die Stadt lässt auf dem Lieneschweg zwischen Mozartstraße und Händelstraße 20 sogenannte Berliner Kissen aufbringen. Der Runde Tisch zum Verkehrskonzept Westerberg hatte sich für den Einbau der Buckel ausgesprochen, um die Autofahrer auf der heimlichen Westumgehung zum Langsamfahren zu zwingen oder gleich zur weiträumigen Umfahrung zu veranlassen.

Am Runden Tisch erarbeiteten Anwohner, Verkehrsplaner und Interessenvertreter den Plan B″, den die Politik nach der Bürgerbefragung über die Entlastungsstraße West versprochen hatte. Eine Idee war, die Nordwest-Verbindungen über den Westerberg zu sperren, um den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Für zwei Wochen ist diese Idee in einem Teil Realität.

Kritik von der FDP

Vor allem in der FDP hat der Sperrungsvorschlag Freunde. Fraktionschef Thomas Thiele bekräftigt die Forderung der Liberalen, auf wichtigen Querverbindungen nur noch Anliegerverkehr, Rettungsfahrzeuge und den öffentlichen Nahverkehr passieren zu lassen. Nach einer Probephase hätten die Straßen dann mit automatischen Schranken ausgerüstet werden können″, so Thiele.

Thiele hält nichts von den Berliner Kisten: Diese unsinnige Berliner-Kissen-Aktion kann man umschreiben mit , Viel Lärm um nichts′. Der Lärm hat für die Anwohner zugenommen, der Verkehr ist geblieben, und die Stadt hat mal wieder unnütz Geld verschwendet.″ Thiele beziffert die Kosten für insgesamt 52 Berliner Kissen auf 63 000 Euro.

Der Buckeltest auf dem Lieneschweg habe gezeigt, dass besonders die Anwohner, die direkt an den Berliner Kissen wohnen, über eine erhöhte Lärmbelästigung durch das Abbremsen vor und das Beschleunigen nach der Überfahrung klagen. Die Verwaltung habe eingestanden, dass in der Testphase zwar eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeit erreicht wurde, die Verkehrsmenge aber gleich geblieben sei. In der Tat hat der viermonatige Test Anfang des Jahres ergeben, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit von 43 auf 35 gesunken ist in einer Tempo-30-Zone wohlgemerkt.

Schranke ist weg

Wer zurzeit mit dem Auto von der Sedanstraße zur Rheiner Landstraße fahren will, wird am Klinikum vorbeigeführt. Die Umleitungsstrecke führt über die Straßen Am Heger Holz″ und Am Finkenhügel″, die normalerweise nicht für den Autoverkehr zur Verfügung stehen. Die Schranke auf Höhe des Klinikums, die sich nur für Busse öffnet, ist abgebaut.

Das Klinikum weist vorsorglich darauf hin , dass es wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens zu Wartezeiten an den Parkplatzzufahrten kommen kann. Damit die Fahrzeuge der Rettungsdienste ungehindert zum Klinikum gelangen können, wurden die Rettungsleitstellen in Osnabrück und Steinfurt über die Sperrung und Umleitung informiert, teilt das Klinikum mit. Auch die Mitarbeiter im Klinikum seien in Kenntnis gesetzt und gebeten worden, sofern möglich, während der Bauzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Das Klinikum bittet Patienten, Besucher und Mitarbeiter um Verständnis für mögliche Behinderungen″, heißt es in der Mitteilung des Klinikums.

Straßen, Stau und Stress: gebündelt auf noz.de/ verkehr-os

Bildtext:
Der Lieneschweg ist zwei Wochen lang gesperrt.

Foto:
hin
Autor:
Wilfried Hinrichs


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