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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus für Osnabrücker Metallgießerei
 
Aus für Gießerei an Hannoverscher Straße
Zwischenüberschrift:
Traditionsunternehmen wird liquidiert
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Metallgießerei Karlshütte an der Hannoverschen Straße in Osnabrück stellt am Ende des Monats ihren Betrieb ein. 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Bereits im Jahr 2015 drohte der Firma nach einem Insolvenzantrag das Aus.


Das Ende für ein weiteres Osnabrücker Traditionsunternehmen ist gekommen: Wie jetzt bekannt wurde, wird der vielen noch als Metallgießerei Schmidt bekannte Betrieb an der Hannoverschen Straße in den kommenden Tagen liquidiert. 45 Beschäftigte verlieren ihren Job.

Osnabrück. Das Osnabrücker Unternehmen befindet sich nicht zum ersten Mal in Schieflage. Bereits im Jahr 2015 drohte der Firma nach einem Insolvenzantrag das Aus. Seinerzeit wurde der Betrieb von der Metallgießerei Karlshütte mit Sitz in Bünde übernommen, unter deren Namen der Betrieb an der Hannoverschen Straße seither firmierte. Der Osnabrücker Ableger agierte jedoch rechtlich unabhängig von den übrigen Produktionsstandorten des Konzerns.

Offenbar sind die Sanierungsbemühungen durch die Karlshütte allerdings nach nicht einmal zwei Jahren gescheitert. Wie Geschäftsführer Karl-Heinrich Thiele im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigt, wird der Betrieb in Osnabrück am Mittwoch, 28. Juni, endgültig eingestellt, das Unternehmen anschließend liquidiert. 45 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, sie wurden am Dienstag über den Verlust ihrer Arbeitsplätze informiert.

Das Aus für die Produktion in Osnabrück kommt nach Angaben des Sanierungsberaters Jochen Vogel jedoch nicht aus heiterem Himmel. Bereits im Februar dieses Jahres hatte das Unternehmen beim zuständigen Amtsgericht in Bielefeld einen Antrag auf Insolvenz gestellt den nunmehr zweiten in der Osnabrücker Firmengeschichte. Seitdem die neuen Eigentümer im Herbst 2015 die Geschicke der seinerzeit in die Insolvenz gefallenen Metallgießerei Schmidt übernahmen, habe es neben dem Kaufpreis erhebliche Investitionen in die Instandhaltung der Produktionsanlagen gegeben.

Fünf Wochen Stillstand

Als verhängnisvoll habe sich trotz der Investitionen der Ausfall einer wesentlichen Produktionsmaschine herausgestellt, die den Betrieb für fünf Wochen lahmgelegt habe, erklärt Vogel. Es handelt sich hierbei um das wichtigste Produktionsaggregat am Standort Osnabrück, dessen Ausfall bei der Übernahme nicht abzusehen war.″

Zuletzt lebte das Unternehmen laut Vogel vor allem von den Aufträgen einiger Schlüsselkunden, sämtlich größere Unternehmen aus der Region. Mehr und mehr Aufträge seien jedoch ins Ausland verlagert worden. Dies habe letztlich zum im Februar eingereichten Insolvenzantrag geführt. Wir haben seit dem Beginn des vorläufigen Insolvenzverfahrens vier Monate für den Fortbestand des Standortes gekämpft. Die Sanierungs- und Verkaufsbemühungen sind jedoch gescheitert, jetzt beginnt das eigentliche Insolvenzverfahren″, sagt Vogel.

In den kommenden Wochen wird der Betrieb nun abgewickelt. Auf dem Gelände an der Hannoverschen Straße ist die Karlshütte nur Mieter, das Gelände liegt im Besitz der evangelischen Landeskirche Hannover.

Das Unternehmen war am 1. Juli 1931 durch den Werkmeister Wilhelm Schmidt in Osnabrück gegründet worden.

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Bildtext:
Die Metallgießerei Karlshütte an der Hannoverschen Straße in Osnabrück stellt am Ende des Monats ihren Betrieb ein. 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Foto:
David Ebener
Autor:
sph


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