User Online: 1 | Timeout: 11:08Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Handel mit Dieselfahrzeugen unmöglich
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Auch München denkt an Dieselfahrverbote″ (Ausgabe vom 15. Juni).

Es wird Zeit, dass die Parteien klare Aussagen machen, wie sie die Schadstoffausstöße der Autos in den Städten EU-konform vermindern wollen und wie sie zu den angedachten Fahrverboten stehen. Anscheinend traut sich die große Politik vor den Wahlen nicht, hierzu Stellung zu nehmen. Zurzeit finden nur Spekulationen statt, die den Handel mit Dieselfahrzeugen unmöglich machen. Sie stehen fast unverkäuflich auf Halde bei den Händlern. Privatleute werden ihre Diesel-Pkw nicht mehr los. Sie stehen vor der Entscheidung, soll ich mir nochmals einen Diesel kaufen, ohne zu wissen, wie lange er noch fahren darf, und werde ich ihn nach drei bis vier Jahren überhaupt noch verkaufen können ?

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es ab der Kompaktklasse kaum Angebote über Benziner mit gleicher Ausstattung. Es können sich nur wenige leisten, ihren Diesel gegen einen Neuwagen (Benziner) zu tauschen. Mit dem Tausch Diesel gegen Benziner ist der Umwelt nicht geholfen, da mehr Benziner gleichbedeutend sind mit mehr CO2-Ausstoß, was dann wieder Gegenmaßnahmen erfordert, wie zum Beispiel generelles Fahrverbot für alle Autos in den Innenstädten.

Intelligenter scheint die Lösung in Potsdam zu sein. Hier wird der Verkehrszufluss in den schadstoffbelasteten Zonen je nach Bedarf durch Ampeln geregelt. Langfristig bis 2030 sollen die Verbrennungsmotoren von den Straßen verschwinden. Hier sind die Auswirkungen auf dem Stromsektor gar nicht berücksichtigt. Wer soll das Mehr an Strombedarf liefern? Allein die Windkraftwerke werden es nicht leisten können. Wahrscheinlich sind dann zusätzliche Stromtrassen erforderlich, wenn kein flächendeckender Stromausfall erfolgen soll. Die Herstellung der Elektroautos belastet vermehrt die Umwelt.

Statt auf reinen Elektroantrieb sollte mehr auf bezahlbaren Hybridantrieb gesetzt werden. Aber was ist mit den wasserstoffangetriebenen Fahrzeugen? Die Technik hierfür ist da. Schließlich fahren in Schweden, Japan und Kalifornien schon Autos mit Wasserstoffzellen. In Deutschland bisher nur im Busverkehr (zum Beispiel Hamburg).″

Rudolf Voss

Bersenbrück

Bildtext:
Die Politik vermeidet klare Aussagen zum Fahrverbot für Dieselautos vermutlich wegen der bevorstehenden Bundestagswahl, glaubt einer unserer Leser.

Foto:
dpa
Autor:
Rudolf Voss


Anfang der Liste Ende der Liste