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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kritik am Westfalentag
 
Kritik am Westfalentag in Niedersachsen
Zwischenüberschrift:
Geschäftsleute aus Büren plädieren für einheitliche Feiertage
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Heute ist Westfalentag. Weil Fronleichnam in NRW ein Feiertag ist, fahren die Westfalen zum Einkaufen nach Niedersachsen. Für Geschäfte an der Landesgrenze ist der Tag eine wirtschaftliche Herausforderung.

Osnabrück/ Lotte. Für Geschäfte an der Grenze zwischen Osnabrück und Büren ist der Westfalentag an Fronleichnam eine wirtschaftliche Herausforderung. Doch wie gehen Bäcker, Supermärkte und Einzelhändler mit diesem Tag um?

Natürlich ist der Westfalentag für uns ein Tag, der verloren geht″, sagt Mentor Krasniqi, der an der Landwehrstraße unmittelbar hinter der Landesgrenze zu Niedersachsen einen Lebensmittelladen betreibt. Sein Geschäft liegt im Lotter Ortsteil Büren, der zu Nordrhein-Westfalen zählt und in dem Fronleichnam als gesetzlicher Feiertag gilt. Doch auf der anderen Straßenseite, dem niedersächsischen Teil der Landwehrstraße, ist Fronleichnam ein regulärer Arbeitstag. Die Leute auf der gegenüberliegenden Seite suchen sich an diesem Tag einen anderen Supermarkt″, sagt Krasniqi. Mich ärgert vor allem, dass die Geschäfte in Osnabrück und Niedersachsen öffnen dürfen und wir nicht.″

Zwar hätten sich seine Kunden im Laufe der Zeit an die unterschiedlichen Öffnungszeiten gewöhnt, dennoch komme es hin und wieder vor, dass einige Passanten vor dem geschlossenen Laden warten würden. Dazu zählen auch Bewohner der umliegenden Flüchtlingsunterkunft in der Landwehrstraße, die an Fronleichnam in ihrem Supermarkt einkaufen gehen möchten. Unsere Mitarbeiter an den Kassen weisen deshalb schon Tage vorher darauf hin, dass wir an diesem Tag geschlossen haben″, so Krasniqi.

Nur wenige Hundert Meter weiter betreibt Sonja Homeyer im Gewerbegebiet am Teichweg ein Modegeschäft. Zwar sei der Feiertag mit einem erheblichen Verlustgeschäft verbunden, dennoch habe sie sich an die gesetzlichen Vorgaben gewöhnt. Ich würde es allerdings gut finden, wenn es deutschlandweit einheitliche Feiertage geben würde″, so Homeyer.

Für Thomas Schulte, der gleich nebenan ein IT-Geschäft führt, hat der Feiertag hingegen deutlich weniger Auswirkungen. Kunden, die bei uns etwas kaufen möchten, kommen sehr wahrscheinlich auch am nächsten Tag wieder zu uns″, so Schulte. Viel problematischer sei es, dass Kunden ihn auch telefonisch nicht erreichen könnten, auch wenn einige aufgrund der Osnabrücker Telefonvorwahl eine Kontaktmöglichkeit erwarten würden.

Neben Fronleichnam gibt es mit Allerheiligen am 1. November einen zweiten Feiertag, der zu unterschiedlichen Öffnungszeiten in beiden Bundesländern führt und insbesondere für Eltern, die in Niedersachsen arbeiten und deren Kinder in NRW zur Schule oder in den Kindergarten gehen, eine Herausforderung darstellt.

Bildtext:
Die Landwehrstraße in Eversburg teilt nicht nur Osnabrück und Büren, sondern auch die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Foto:
André Pottebaum
Autor:
apo


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