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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Berge von Büchern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Entrümpeln ist das so eine Sache. Es gibt Dinge, von denen Till sich nicht einfach trennen kann, auch wenn der Platz dafür eng wird und die Notwendigkeit, sie zu behalten, objektiv gegen null geht. Alte Bücher gehören dazu. Kistenweise stapeln sie sich bei Till, und auch wenn er in vielen davon seit Urzeiten nicht mehr gelesen hat, bringt er es doch kaum übers Herz, sie wegzuwerfen. Öffentliche Bücherregale bieten da einen Ausweg: Selbstbedienungsschränke unter freiem Himmel, in die man seine ausgemusterten Schwarten stellen kann, auf dass andere Bücherwürmer sie mitnehmen und gleichsam vor dem Müll bewahren. Auch in Osnabrück und Umgebung gibt es solche Gratis-Tauschbörsen. Das Ganze ist allerdings gar nichts gegen das, was ein gewisser José Alberto Gutiérrez in Kolumbien veranstaltet. Seit 20 Jahren rettet der Müllmann aus Bogotá Literatur, die andere loswerden wollen. Angefangen hat alles mit dem Buch Anna Karenina″ des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Er fand es gut erhalten bei der Arbeit und nahm es mit nach Hause. Heute ist sein Bücherberg auf schätzungsweise 25 000 Wälzer angewachsen, das Erdgeschoss platzt aus allen Nähten. José hat es zu einer Gemeinschaftsbibliothek gemacht, La Fuerza de las Palabras″ heißt sie, spanisch für die Kraft der Worte″. Leseratten können dort vorbeikommen und sich kostenlos Bücher ausleihen. Uns geht es vor allem darum, Kinder zum Lesen zu bringen″, erklärte der kolumbianische Bücherretter jetzt einem Fernsehsender. Inzwischen beschäftigt das Projekt auch seine Ehefrau und Kinder, und die Büchersammlung der Familie Gutiérrez ist so groß, dass es Pläne für ein eigenes Bibliotheksgebäude gibt. Ein Grundstück wurde ihnen bereits gespendet. Geld für den Bau müssen sie aber sparen. Das liegt nämlich auch in Kolumbien nicht auf der Straße. Bismorgen

E-Mail: till@ noz.de
Autor:
Till


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