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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Rentensystem hat dem Menschen zu dienen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief Käßmann-Kritik ein intellektueller Tiefpunkt″ von Prof. Dr. Matthias Reitzner (Ausgabe vom 3. Juni) mit Bezug auf den Artikel AfD: Christliche Kirchen verweigern den Dialog″ (Ausgabe vom 30. Mai).″

Herr Reitzner nimmt zu dem Artikel [. . .] wie folgt Stellung: , Am Kirchentag hat Frau Käßmann wieder einmal die AfD kritisiert. Auch wenn das nichts Neues ist, so ist die Kritik diesmal ein intellektueller Tiefpunkt. Die Botschafterin der EKD zum Reformationsjubiläum bezeichnet die Forderung der AfD nach Maßnahmen zur Erhöhung der deutschen Geburtenrate als braun und neonazistisch. Das ist schlichtweg dumm. Vermutlich wird jeder ernst zu nehmende Versicherungsmathematiker bestätigen, dass die extrem niedrige Geburtenrate in Deutschland [. . .] für die Rentenfinanzierung ein immenses Problem ist und ein immer gravierenderes werden wird.′

Die Frage, ob eine Geburtenrate zu hoch oder zu niedrig ist, mit finanzmathematischen Überlegungen und in der Folge mit Wirkungen auf unsere bestehenden Renten- und sonstigen Systeme zu beantworten, ist arg verkürzt.

Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung, ein Kind zu gebären, eine sehr individuelle ist und weniger von gesellschaftlichen oder bestehenden (Renten-) Systemen beeinflusst wird. Lewin, der bedeutende Gestalt- und Feldtheoretiker, hat das einmal in die einfache Formel gebracht: V = f (P, U), also das Verhalten ist eine Funktion der Bedürfnisse, Fähigkeiten Einstellungen und so weiter der Person und der Umwelt (Umweltbedingungen, persönliche Bedingungen, gesellschaftliche Bedingungen). Wenn Personen also ihre individuellen Entscheidungen treffen, dann sind die (Renten-) Systeme zu verändern, nicht umgekehrt. Das Instrument Rentensystem hat dem Menschen zu dienen, nicht der Mensch dem System! Ob die Forderung der AfD nach Maßnahmen zur Erhöhung der deutschen Geburtenrate als braun und neonazistisch zu qualifizieren ist, ergibt sich aus unserer Geschichte. Aus ihr ist zu lernen, dass das Gebären von Kindern instrumentalisiert worden ist, deshalb lehne ich solch eine Forderung ab. Ob die Forderung nach einer Erhöhung der Geburtenrate unter finanzmathematischen Aspekten sinnvoll ist, ist mathematisch argumentierbar, nicht hingegen unter Aspekten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, schon gar nicht unter Aspekten der wachsenden Weltbevölkerung und der daraus erwachsenden Problematik der Ernährung und , notwendigen′ Nutzung unserer natürlichen Ressourcen unseres Planeten Erde. [. . .]″

Hans-Jürgen Kurtz

Osnabrück

Bildtext:
Nach Meinung unseres Lesers muss das Rentensystem an die Geburtenrate angepasst werden. Die AfD-Forderung nach einer Erhöhung der Geburtenrate lehnt er ab.

Foto:
dpa
Autor:
Hans-Jürgen Kurtz


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