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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Populistisches Blabla
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Kommentar Trump ist radikal? Es geht noch anders″ von Burkhard Ewert mit Bezug auf den Artikel USA steigen aus Klimaabkommen aus″ (Ausgabe vom 2. Juni).

Der Kommentar ist gelinde gesagt eine Zumutung. Zuerst stellt der Kommentator fest, dass Trump Schwachsinn erzählt: , Die Chinesen haben den Klimawandel nicht erfunden, um der amerikanischen Wirtschaft zu schaden. Die Erde erwärmt sich, größtenteils menschengemacht.′– richtig, um dann aber gleich alle gängigen Vorurteile und Populismen zu bedienen:

Dass die Belastung der amerikanischen Wirtschaft , größer ist als für andere Länder′, ist ja wohl klar. Wer am meisten verschmutzt pro Kopf, muss mehr tun als einer, der kaum CO2 emittiert. Kleines Einmaleins.

– , Auch die riesigen Beiträge, die in den Klimaschutz gesteckt werden, dürfen hinterfragt werden′; nimmt der Kommentator etwa an, wir würden zu viel in den Klimaschutz stecken, während sich alle Fachleute einig sind, dass wir zu wenig und zu zögerlich investieren? Aber man wird ja wohl noch fragen dürfen!

– , Wie groß genau ist der menschliche Anteil, wie groß der der Sonne? Das klingt nach wissenschaftlicher Genauigkeit, ist aber nur purer Unsinn: Der Anteil der Sonne beträgt genau 100 Prozent.

Dasselbe gilt für die Frage nach dem Bevölkerungswachstum: Hat die Antwort irgendeine Konsequenz für unser Handeln?

– , Was ist Wissenschaft, was auch Glaube? Die Wissenschaft ist sich zu 95 Prozent sicher, mehr ist wissenschaftlich bei einem derartigen Problem wohl nicht möglich. […]

Das gilt auch für Ihren Hinweis, dass die Temperatur seit der Industrialisierung nur um 0, 8 Grad gestiegen sei, und dass es , aus historischer Sicht absurd sei, den Status quo des Klimas konservieren zu wollen′. Erstens soll der Status quo nicht konserviert werden […], sondern es soll der Anstieg über zwei Grad gestoppt werden. Das ist was anderes. Zweitens sind die Wissenschaftler dahin gehend einig, dass die Schnelligkeit des Anstiegs in der Geschichte keine Parallele hat. Drittens suggeriert der Kommentar, dass die dummen (oder hinterhältigen?) Wissenschaftler mit , absurd′ falschen Zahlen agieren, nicht historisch denken können, ... populistisches Blabla auf Trump-Niveau. […]

Der Kommentar stellt in unverantwortlicher Weise die Bedeutung der Wissenschaft für unser Handeln infrage. , Vielleicht haben die Zweifler ja recht, auch wenn sie nur fünf Prozent ausmachen, jede Meinung ist erst mal richtig und muss ernst genommen werden, wissenschaftliche Erkenntnisse sind ja letztlich auch nur Meinung...′ das ist postfaktischer Populismus.″

Prof. Dr. Meinhart Volkamer

Hasbergen
Autor:
Meinhart Volkamer


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