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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mode Holthaus stellt Insolvenzantrag
Zwischenüberschrift:
Chefin: Ungleicher Wettbewerb und destruktive Verkehrspolitik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Osnabrück verliert ein weiteres Traditionshaus in zentraler Handelslage: Das Modehaus Holthaus in der Großen Straße hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt.

Das Modehaus Holthaus ist ein inhabergeführtes Einzelhandelsgeschäft für exklusive und hochwertige Damenbekleidung. Gegründet 1948, wird die Albert Schenk GmbH & Co. KG mittlerweile in dritter Generation von der geschäftsführenden Gesellschafterin Alexa Schenk betrieben.

2014 hatte sie das Geschäft grundlegend erneuert, um sich in einem exklusiven Marktsegment zu behaupten. Die Zugkraft des Modehauses reichte weit über die engere Region Osnabrück hinaus. Dazu trug auch die denkmalgeschützte Sandsteinfassade aus dem 18. Jahrhundert bei, die sich in stilisierter Form auch im Logo des Unternehmens wiederfindet.

Nach dem Insolvenzantrag werde der Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres fortgeführt, teilte Insolvenzverwalterin Anna Kuleba am Freitag mit. Ab Freitag, 2. Juni, werden in einer Sonderaktion Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent auf die aktuelle Sommerkollektion geboten. Langfristig werde nach einem neuen Eigentümer gesucht, der das Unternehmen und die Marke Holthaus fortführt, heißt es in einer Mitteilung der Insolvenzverwalterin. Die jetzige Geschäftsführerin und Eigentümerin Alexa Schenk werde die Geschäfte nicht fortführen.

Weder die Insolvenzverwalterin noch Alexa Schenk waren am Freitag für unsere Redaktion erreichbar. In der Mitteilung wird Alexa Schenk mit diesen Worten zitiert: Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Ich sehe aber aufgrund nachhaltig rückläufiger Umsätze trotz aufwendiger Marketingmaßnahmen langfristig keine Perspektive, den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten zu können. Die Folgen der destruktiven Osnabrücker Verkehrspolitik, der ungleiche Wettbewerb mit der hochdynamischen Welt des Onlinehandels, steigende Mietkosten und die Erkenntnis, dass sich diese Faktoren auch in Zukunft nicht verbessern, haben letztlich zu der schweren Entscheidung geführt. Auch der Fokus auf meine Familie spielt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle. Da Holthaus aber noch absolut handlungsfähig ist, habe ich mich für die frühzeitige und geordnete Abwicklung entschieden. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Schritt langfristig nicht das Ende für Holthaus bedeuten würde.″

Bildtext:
Käufer gesucht: Das Modegeschäft Holthaus in der Großen Straße hat Insolvenzantrag gestellt.

Foto:
Michael Gründel
Autor:
hin


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