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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Populistisch″ avanciert zum neuen Totschlagargument
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Eine Welt in düsteren Farben″ (Ausgabe vom 27. Mai).

Eine Beitragsreihe zum Problem Populismus: Klingt gut. Diesmal also zum Thema Nichtregierungsorganisationen: Auch gut, niemand ist über Kritik erhaben. Anstatt konkret populistische Falschaussagen zu analysieren, reißt der Bericht aber nur eine Vielzahl von Aspekten an und liefert Allgemeinplätze und wenig faktische, teils süffisante Kommentare. Setzt man die im Artikel als Populismus-typisch bezeichneten Kriterien an vereinfachen, verdrehen, radikal zuspitzen, einfache Lösungen anbieten –, so würde der Vorwurf auf vieles zutreffen, denn , verdrehen′ kann auch bedeuten, ein Thema einfach anders zu interpretieren als andere. Dokumentationen, Schulbücher, Werbung, Zeitungen und letztlich auch dieser Artikel selbst wären betroffen.

Wenn der Autor aufzeigen wollte, wie schnell man selbst in die Populismusfalle geraten kann: Ziel erreicht. Was nützen solche stark vereinfachten Kriterien? Es wäre angebrachter, den Populismus differenziert zu betrachten. Denn zweifelsohne gibt es durchaus Unterschiede in der Motivation, zu populistischen Mitteln zu greifen: Wer will wem was , verkaufen′ und warum? Wem nützt es die alte Frage aus jedem Krimi. Gegen Mitmenschen zu agieren ist ein No-Go. Dasselbe sollte auch für Kampagnen gelten, denen lediglich (wirtschaftliche) Eigeninteressen zugrunde liegen.

Im Gegensatz dazu können einer Kampagne gegen die weitere Zulassung von Glyphosat vorgebracht durchaus mit plakativen, zugespitzten Formulierungen wohl kaum solche Vorwürfe gemacht werden. Es handelt sich eher um die Antwort auf eine Debatte, die von der , Gegenseite′ (inklusive der im Artikel zitierten, keinesfalls unabhängigen EU-Chemieagentur) aus Eigeninteresse nicht anders geführt wird. , Populistisch′, das avanciert offenbar gerade zu einem neuen Totschlaginstrument, wenn die besseren Argumente ausgegangen sind.″

Christian Seebass

Osnabrück
Autor:
Christian Seebass


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