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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Keine Ruhe am alten Krankenhaus
Zwischenüberschrift:
Terrain ist offen für Vandalen, Müll und wucherndes Grün: Osnabrück verspricht Abhilfe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einsatzort: Klinikum″: Und schon wieder ein Feueralarm. Mehrmals im Monat muss die Dissener Feuerwehr zum alten Krankenhaus ausrücken. Einbrecher oder Randalierer marodieren durch die Räume, legen kleine Feuer und sprühen die Feuerlöscher leer.

Dissen. Nun solle endlich das Klinikum Osnabrück als Eigentümer Verantwortung für die Immobilien an der Robert-Koch-Straße übernehmen, fordern die Dissener. Das zeigt sich einsichtig.

Waren es im vergangenen Jahr fünf Einsätze am Krankenhaus, die die Dissener Feuerwehrleute aus dem Schlaf rissen oder von der Arbeit holten, waren es dieses Jahr sieben schon jetzt.

Zuletzt mussten die ehrenamtlichen Helfer am 12. Mai um 17.02 Uhr zu einem Feuer ausrücken, das im Unterstand der früheren DRK-Rettungswache an der Berliner Straße entfacht worden war. Auch ein Autobrand und ein kleines Feuer im Schwesternwohnheim mussten dieses Jahr bereits gelöscht werden. Dazu kamen vier Fehlalarme.

Jugendliche randalieren

Meistens aber werden einfach nur die Feuerlöscher vorsätzlich ausgelöst. Die Täter sind überwiegend Jugendliche, die sich besonders gern nachts im alten Krankenhaus austoben. Vielleicht fühlen sie sich auch animiert von den Trainingseinsätzen des Sondereinsatzkommandos, das regelmäßig in den Räumen den Ernstfall trainiert, auch Terroreinsätze.

Ein Dauerzustand sind die ständigen Feuerwehralarme nicht. Jedes Mal entstehen Kosten für die Allgemeinheit, kann die Feuerwehr in dieser Zeit nicht zu ernsthaften Einsätzen ausrücken.

Heiner Prell, ehemaliger Kreisbrandmeister und heute Mitglied der Altersabteilung der Dissener Feuerwehr, ärgert die unnötige Belastung seiner Kameraden sehr. Deshalb wird jetzt über Gebühren für die Einsätze nachgedacht.

Zunächst aber will die Stadt Dissen noch einmal mit dem Klinikum Osnabrück reden. Das lohnt sich doppelt, denn die Feueralarme sind nicht das einzige Ärgernis am Krankenhaus. Anlieger beschweren sich immer wieder, dass die Klinik bei der Reinigung von Straßen, Bürgersteigen und Gossen der Krankenhausliegenschaften schlampe. Ein Ortstermin zeigt: Sie haben recht.

Das Klinikum Osnabrück sei aber schon tätig geworden, erklärte Pressesprecherin Silvia Kerst am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion. Man habe Angebote für den Schutz vor Vandalismus eingeholt, um die Zugänge im Erdgeschoss des Klinikumsgebäudes zu verbarrikadieren.

Nächtliche Kontrollen

Darüber hinaus wurde der Sicherheitsdienst beauftragt, in den Nachtstunden weitere Rundgänge zu unternehmen und zu prüfen, ob sich Personen im Gebäude befinden und/ oder Sachschäden vorliegen.″ Das Klinikgebäude solle so so schnell wie möglich gesichert werden.

Die Brandmeldeanlage müsse allerdings aus versicherungstechnischen Gründen in Betrieb bleiben, so Kerst. Pulverlöscher, die seinerzeit durch unsachgemäßen Gebrauch den Brandalarm auslösten, wurden gegen Schaumlöscher ausgetauscht.″

Für die Reinigung der verdreckten und überwucherten Bürgersteige habe man eine Firma beauftragt, die das Grün zurückschneiden und die Wege reinigen soll. Sie wird gut zu tun haben.

Alle Artikel zum alten Krankenhaus im Themenportal unter noz.de/ klinik-dissen

Bildtexte:
Ein Papierberg wächst im Eingang.

Das Grün in der Gosse will das Klinikum nun entfernen lassen.

Überall Müll: Schön ist der Blick aufs Gelände nicht.

Vier Buchstaben sind geblieben: Das Krankenhaus″ ist Vergangenheit.

Fotos:
Stefanie Adomeit
Autor:
Stefanie Adomeit


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