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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sprachsport auf hohem Niveau
Zwischenüberschrift:
Vom Sinn des „großen Diktatwettbewerbs″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Richtig schreiben als Herausforderung: Beim Stiftungstag vor Ort″ bat die Bohnenkamp-Stiftung im Museum am Schölerberg zur Diskussion und zum Diktat.

Seit 2011 wird jährlich Der große Diktatwettbewerb″ bundesweit an sechs Standorten durchgeführt. Die jeweils drei bestplatzierten Schüler, Lehrer und Eltern nehmen am Finale in Frankfurt teil. Dort sitzt die mit neun Jahren noch junge Stiftung Polytechnische Gesellschaft, deren Vorstandsvorsitzender Roland Kaehlbrandt den Rechtschreibwettbewerb ins Leben gerufen hat.

Kaehlbrandt möchte den auf hohem Niveau angesetzten Wettbewerb als sprachsportliche Herausforderung verstanden wissen, bei der es darum geht, stets besser darin zu werden, mit der Sprache als Schlüssel die Welt und die Wirklichkeit zu erschließen und zu verstehen″. Die Idee stammt aus Frankreich, wo das Sprachbewusstsein stärker ausgeprägt ist als in Deutschland, wo tendenziell der Inhalt über die Form gestellt wird, wie Kaehlbrandt anmerkte.

Dass aber auch die Auseinandersetzung mit der sprachlichen Form viel Spaß machen kann, wenn man auf spielerische Weise den sportlichen Ehrgeiz weckt, auch knifflige Worte und Ausdrücke richtig zu schreiben, belege der Diktatwettbewerb greifbar″, betonte Michael Prior als Vorstand der veranstaltenden Bohnenkamp-Stiftung. Die deutsche Sprache sei mit ihrem riesigen Wortschatz, der durchdrungen werden möchte″, äußerst variantenreich und schön.

Es sei bedauerlich, dass ab einem bestimmten Schuljahr keine Diktate mehr geschrieben würden, erläuterte Schülerin Alicia Demann ihre Motivation, am Lokalwettbewerb Osnabrück schreibt″ teilzunehmen, der in diesem Jahr im Gymnasium In der Wüste″ stattgefunden hat.

Auch und gerade für ein künstlerisches Spiel mit der Sprache durch das Brechen von Regeln sei eine Kenntnis derselben notwendig, gab Christina Noack vom Institut für Germanistik der Universität zu bedenken, bevor sie den Übungstext Des Nachts im Naturkundemuseum″ vorlas. Am Ende staunte so mancher Teilnehmer an dem kleinen Selbstversuch nicht schlecht darüber, dass in diesem Kontext zum Beispiel ebendeswegen″ und rargemacht″ zusammengeschrieben wurden oder Eins-zu-fünf-Maßstab″ oder Hin-und-her-Laufen″ mit vielen Bindestrichen ganz im Gegensatz etwa zum Dreikäsehoch″ oder zum Zubettgehen″.

Bildtext:
Selbstversuch im Naturkundemuseum: Teilnehmer beim Diktatwettbewerb zum Stiftungstag.

Foto:
André Havergo
Autor:
mali


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