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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gläubiger sollen SinnLeffers retten
Zwischenüberschrift:
Insolvenzplan für Modekette liegt vor – Hoffnung für alle Filialen außer Bochum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vermieter, Lieferanten und eigene Manager sollen gemeinsam die zahlungsunfähige Modekette SinnLeffers übernehmen. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Insolvenzplan hervor. Wie die Geschäftsführung der in Hagen ansässigen SinnLeffers GmbH auf Anfrage bestätigte, hat das Unternehmen den mit dem Gläubigerausschuss abgestimmten Plan beim Amtsgericht der westfälischen Großstadt eingereicht. Zuerst hatte das Fachblatt TextilWirtschaft″ (TW) darüber berichtet.

Falls das Gericht dem Plan zustimmt, müssten noch die Gläubiger bei einer Versammlung im Juni darüber befinden, heißt es in einem TW-Artikel, den die SinnLeffers-Geschäftsführung als eigene offizielle Erklärung″ bezeichnete. Details könne man nicht nennen. Ein Konsortium aus Vermietern, Lieferanten und Management sei bereit, eine zweistellige Millionensumme in die Weiterentwicklung des Unternehmens zu stecken″, schrieb die TW . Bis auf den Standort in der Bochumer Innenstadt sollten alle übrigen 21 Filialen weiterbetrieben werden.

Die Frage unserer Redaktion, ob sich der Insolvenzplan auf den Standort Osnabrück auswirkt, wo die SinnLeffers- Filiale nach Fertigstellung in das geplante neue Einkaufszentrum am Neumarkt ziehen soll, ließ die Geschäftsführung unbeantwortet. Der Düsseldorfer Investor Unibail-Rodamco, mit dem SinnLeffers bereits die Anmietung von 4800 Quadratmetern in dem geplanten Shopping-Center vertraglich vereinbart hat, äußerte sich auf Anfrage ebenfalls nicht zur Sachlage. Derzeit wirbt SinnLeffers in Osnabrück mit einem großen Inventurverkauf″ um Kunden, bei dem bereits reduzierte Markenartikel der Vorsaison noch einmal um 30 Prozent billiger angeboten werden.

Das dem früheren Vorstandschef der Rudolf Wöhrl AG, Gerhard Wöhrl, gehörende Unternehmen SinnLeffers hatte im September 2016 erneut Insolvenz angemeldet. Unter einem anderen Eigentümer hatte es bereits 2008/ 2009 ein Insolvenzverfahren für die Modekette gegeben, die laut TW derzeit rund 1250 Mitarbeiter beschäftigt und deren letzter bekannter Jahresumsatz bei knapp 240 Millionen Euro gelegen hatte.

Bildtext:
Die bisherige Filiale von SinnLeffers in Osnabrück: Ihr Umzug zum Neumarkt ist bereits beschlossen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
Norbert Meyer


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