User Online: 1 | Timeout: 04:19Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der letzte Gigant des Kabaretts
Zwischenüberschrift:
Wilfried Schmickler in der Osnabrücker Lagerhalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wilfried Schmickler ist einer der Altgedienten im Kabarett-Geschäft. In dieser Woche ist er gleich zweimal in Osnabrück. In der Lagerhalle zeigt er am Freitag, 26. Mai, und am Samstag, 27. Mai, sein Programm Das Letzte″.

Osnabrück. Der Titel seines Programms lädt zu Vermutungen ein. Ist es sein letztes? Ist er der Letzte? Ein Blick auf vergangene Programm-Titel gibt jedoch Entwarnung. Schmickler scheint Endgültigkeiten zu mögen. Sein erster Solo-Wurf hieß Aufhören″ (2004). Auch fünf Jahre später klang es mit Es war nicht alles schlecht″ nach Abgesang. Nur 2010 sorgte er mit Weiter″ für Optimismus. Das will er auch in seinem neuesten Programm.

Absurdes Theater

Das Letzte, was die Zukunft braucht, sind Frust und Verdruss″, heißt es im Presse-Info. Also startet Schmickler zum Rundumschlag. Er analysiert fachgerecht Regierungs-, Partei- oder Fernsehprogramme und konstatiert: Das ist das Letzte. Zwar weiß er, dass dieser Ausspruch unlogisch ist, dann das Letzte kommt bekanntlich vor dem Ende. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Es geht immer weiter mit dem absurden Theater unserer Gesellschaft und unserer (digitalen) Realität, immer mehr Menschen in diesem Land betrachten Politiker, Medien und Fremde als das Letzte.

Moralischer Anker

Da ist es gut, dass es einen wie Schmickler gibt. Die Neue Westfälische Zeitung aus Bielefeld nannte ihn jüngst den festen, unumstößlichen moralischen Anker einer humanistischen Bildungselite″. Die Süddeutsche Zeitung haut in die gleiche Kerbe: Schmickler sei ein brillanter Moralist. Er weiß, dass er die Welt nicht verändern kann. Er weiß aber auch, dass er sie deswegen noch lange nicht hinnehmen muss.″

Schmickler mag Moralist sein, aber er ist ein komischer. Nicht umsonst sind ihm zahlreiche Kabarett-Preise verliehen worden. So erhielt er 2007 den Prix Pantheon, 2008 den Deutschen Kabarettpreis, 2009 den Deutschen Kleinkunstpreis, 2010 den Salzburger Stier und 2013 den Ehrenpreis bei Tegtmeiers Erben. Der 62-Jährige könnte sich jetzt zur Ruhe setzen und sich sagen: Ich habe alles erreicht. Doch die Auftritte am Freitag und Samstag in der Lagerhalle werden bestimmt nicht seine letzten in Osnabrück sein.

Wilfried Schmickler, Lagerhalle, Osnabrück, Fr., 26. 5., und Sa., 27. 5., je 20 Uhr, Eintritt: 24 Euro. Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung oder unter Kartentelefon: 05 41/
33 87 40.

Bildtext:
Zur Ruhe setzen will sich Wilfried Schmickler noch lange nicht. Am Freitag und Samstag ist er in Osnabrück.

Foto:
Ilona Klimek
Autor:
Thomas Wübker


Anfang der Liste Ende der Liste