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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Land unterstützt das Erdkabel
Zwischenüberschrift:
Bürgerinitiativen bei Gesprächen in Hannover
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Riesenerfolg für die Bürgerinitiative Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″: Landwirtschaftsminister Meyer und Landtagsabgeordnete von SPD und CDU unterstützten ihre Forderung nach einer Vollerdverkabelung beim Neubau der Höchstspannungsleitung im Osnabrücker Land.

Osnabrück/ Hannover. Gestärkt und mit dieser guten Nachricht kehrten die Vertreter der Bürgerinitiativen entlang der geplanten Stromtrasse von einem Treffen mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) und Vertretern von Regierung und Opposition aus Hannover zurück: Es war ein sehr gutes Gespräch, das über eine Stunde gedauert hat. Wir konnten all unsere Argumente und Erwartungshaltung vorbringen″, resümierte der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Wellingholzhausen, Frank Vornholt.

An dem Gespräch hatten sich neben Minister Meyer (Grüne) und den Vertretern der BIs, Christian Bräke (Bissendorf), Martin Schürmeyer (Bissendorf), Christine Höfer (Voxtrup), Hartmut Halden (Borgholzhausen), Joachim Kellermann von Schele (Bissendorf) und Frank Vornholt (Wellingholzhausen), auch die heimischen Landtagsabgeordneten Volker Bajus (Grüne), Frank Henning (SPD), Kathrin Wahlmann (SPD) und Filiz Polat sowie Referenten der Fachabteilung Raumplanung beteiligt.

Das Land Niedersachsen wird gegenüber dem Bund weiterhin mehr Erdkabel fordern und die Bürgerinitiative Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″ bei der Forderung nach einer Vollverkabelung für die EnLAG-Strecke 16 im Osnabrücker Land unterstützen″, erklärte Christian Meyer.

Viele Menschen betroffen

Die Initiativen verfolgen konsequent das Ziel, dass eine Vollerdverkabelung auf der gesamten Strecke der neuen Stromtrasse erfolgt. Bislang sieht das Energieleitungsausbaugesetz lediglich eine Teilverkabelung vor. Von der Landesregierung fordern die BIs in diesem Punkt Unterstützung. Darin sind sie nach dem Gespräch in Hannover ein Stück weitergekommen.

Die Vertreter der Regierungsfraktionen unterstrichen, dass die rechtlichen Grundlagen für eine Vollverkabelung geschaffen werden müssten, um die Handlungsspielräume in den Regionen mit starker Betroffenheit zu erhöhen. Mit Blick auf die inzwischen vollverkabelten Gleichstromregionen fordern die BIs die Schaffung gleicher Lebensbedingungen auch für die Menschen im Osnabrücker Land, unmittelbar betroffen sind durch die Planung der neuen Leitung mehr als 15 000 Bürger.

Unterstützung von CDU

Die aktuelle Rechtslage für Teilerdverkabelungen darf nicht dazu führen, dass durch die Abwechslung von Erdkabel- und Freileitungsabschnitten die Menschen in den Außenbereichen überproportional belastet werden″, unterstrich Frank Vornholt. Hinsichtlich der Landwirtschaft bestand Einigkeit, dass der Einsatz bodenschonender Bohrverfahren viel stärker zum Einsatz kommen muss und ein fairer und angemessener Ausgleich für die Grundstückseigentümer erfolgen muss.

Wir haben sehr deutlich gesagt, dass die Verlegung des Erdkabels keine Kostenfrage ist, sondern es ist nur eine Frage des politischen Willens″, untermauerte Frank Vornholt die Position der Initiativen. Die technischen Innovationen seien inzwischen so fortgeschritten, dass eine Verlegung ohne großes Aufbuddeln″ möglich sei, wenn es die politisch Verantwortlichen denn so wollten.

Im Anschluss haben sich die Vertreter der Bürgerinitiative mit den CDU-Landtagsabgeordneten aus Stadt und Landkreis Osnabrück getroffen. Auch hier gab es Unterstützung nach einer Vollerdverkabelung. Gemeinsam wurden umweltschonende und innovative Verlegetechniken zur offenen Grabenbauweise diskutiert.

Mehr zur Stromtrasse:

www.noz.de/ 380 kv

Bildtext:
Erdkabel statt Überlandleitung fordern die Bürgerinitiativen für den Verlauf der neuen Höchstspannungsleitung durch ihr Gebiet.

Foto:
dpa
Autor:
Simone Grawe


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