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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einrichtung am Marienheim: Anwohner skeptisch
Zwischenüberschrift:
Caritas diskutiert über Wohngruppe für ehemalige Suchtkranke
Originaltext:
Osnabrück. Das Vorhaben des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück, am Marienheim in Sutthausen eine Nachsorgeeinrichtung für austherapierte Suchtkranke zu bauen, hat in der unmittelbaren Nachbarschaft für Diskussionen gesorgt. Die Betreiber vom Caritasverband stellten sich jetzt den Fragen der Anwohner.

Neben Conrad Tönsing, Geschäftsbereichsleiter Suchprävention und Rehabilitation beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück, nahmen Hans-Jürgen Boder, Klinikmanager der Fachklinik Nettetal, und Birgit Lüttmann, begleitende Sozialarbeiterin im Carl-Sonnenschein-Haus in Osnabrück, auf dem Podium Platz. Tönsing erläuterte eingangs die Rahmendaten des Bauprojekts: Auf dem Pachtgrundstück der Gärtnerei rechts der Zufahrt zum Marienheim solle ein eingeschossiges Gebäude mit etwa 350 bis 400 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. Darin werden zehn Wohneinheiten à 17 Quadratmeter für zehn ehemals suchtkranke Männer enthalten sein.

Ambulante Unterstützung

Diese Männer haben bereits einen sechs- bis zwölfmonatigen Aufenthalt in der Fachklinik Nettetal hinter sind und brauchen danach noch ambulante Unterstützung beim Wiedereinstieg in ein geregeltes und weiterhin drogenfreies Leben.

Bisher wurden diese Männer im Carl-Sonnenschein-Haus in Osnabrück betreut. Doch diese Räume brauche der Caritasverband künftig für andere Zwecke, so Tönsing. Vorteile des neuen Standorts seien die gute Anbindung über öffentliche Verkehrsmittel und die Nähe zu den angehenden pädagogischen Fachkräften in den Berufsbildenden Schulen im Marienheim. Wir denken, dass Menschen, die in der Erziehung von anderen tätig sind, gut mit unseren Patienten umgehen können.″

Nicht die erste Wahl

Wir wären mit der Einrichtung lieber in das alte, leer stehende Gärtnerhaus eingezogen″, gab Tönsing zu. Dieses Vorhaben machte allerdings die Landesdenkmalpflege zunichte. So sei der alternative Plan entstanden, auf dem Gelände der Gärtnerei neu zu bauen.( Weiterlesen: Im Kampf gegen das Trauma das Drogenproblem lösen)

Einige Fragen der Anwohner bezogen sich auf die Sozialverträglichkeit der neuen Nachbarn, die jedoch schnell ausgeräumt waren. Bewohner, die rückfällig werden, ziehen ganz schnell aus″, berichtete Lüttmann aus ihrer Erfahrung im Carl-Sonnenschein-Haus. Durch regelmäßige Drogentests werde auch im Sinne der Hausgemeinschaft überprüft, ob es Unruhestifter″ gebe, die daraufhin des Hauses verwiesen werden.
Naherholungsgebiet leidet

Wichtiger war den meisten Diskussionsgästen aber das bauliche Vorhaben selbst. Mit dem Neubau werde das historische Gebäudeensemble Gut Sutthausen auseinandergerissen und ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Sutthausener zerstört, kritisierten mehrere der Teilnehmer.

Tönsing entgegnete diesen Einwänden, dass das neue Gebäude landschaftsangepasst″ ausfallen werde und selbstredend den Vorgaben der Landesdenkmalpflege entsprechen werde.
Autor:
rbru


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