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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das VIP-WC am Nikolaiort
Zwischenüberschrift:
Klofrau Klose kommt aus Berlin-Mitte nach Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Regina Klose kommt seit vier Jahren mit ihrem Toilettenwagen vom Team Clean″ auf die Osnabrücker Maiwoche. Wir haben ihr VIP WC″ am Nikolaiort besucht.

Frau Klose, Sie kommen aber nicht hier aus der Region. Lassen Sie mich raten: Berlin?

Direkt aus Mitte! Mit dem Wagen bin ich in ganz Deutschland unterwegs. Im Winter beim Biathlon, im Sommer beim Reitsport. Bei Horses and Dreams war ich auch, das mache ich seit 15 Jahren.

Hier steht, dass ein Klobesuch 50 Cent kostet.

Auf einer freiwilligen Basis!

Und die werden auch bereitwillig gezahlt?

Die meisten geben sogar mehr! Die sind dankbar für die Sauberkeit, die Hygiene und die Kosmetik. Das ist mein Konzept.

Was haben Sie denn für Kosmetik im Angebot?

Parfüm, Gel, Deodorant. Was man eben so braucht, um sich etwas schick zu machen.

Deswegen heißt Ihr Toilettenwagen wohl VIP-WC! Wenn ich hier
in VIP-Manier mit einem Hundert-Euro-Schein ankäme könnten Sie darauf denn wechseln?

Aber natürlich. Darauf bin ich vorbereitet. Dafür habe ich schon zu viel durch, um mich durch so etwas ärgern zu lassen.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wie sauber hinterlassen die Maiwochen-Besucher die Toilette?

Sehr sauber, da kann ich nicht klagen.

Bitte lösen Sie noch dieses Menschheitsrätsel: Warum ist die Schlange vor der Damentoilette immer so irre lang?

Na ja, die Männer haben es einfach wesentlich leichter die Frauen müssen sich ja erst ausziehen. Hier geht es ja noch, aber wenn wir beim Biathlon sind mit der ganzen Winterkleidung kann das dauern.

Ist es für Sie eigentlich in Ordnung, als Klofrau bezeichnet zu werden?

Vollkommen. Ich mache das mit Leib und Seele und stehe dazu, alles schick. Ich bin ja auch nicht immer Klofrau gewesen. Eigentlich war ich einmal Zugführerin bei der Bahn, aber dann habe ich ein Kind bekommen, und damals war es noch nicht so üblich, dass der Mann daheim bleibt. Also habe ich meinen Beruf aufgegeben und mir was anderes gesucht.

Gehen Sie denn auch noch privat über die Maiwoche?

Nee, keine Zeit dafür. Ich schlafe in einem Camper am Attersee. Da sehe ich zu, dass ich Kraft schöpfe.

Bildtext:
Seit vier Jahren steht Regina Klose mit ihrem VIP-WC″ am Nikolaiort.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
coa


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