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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Rubbenbruchsee wird endlich Wirklichkeit
Zwischenüberschrift:
Baubeginn mit Schwimmbagger
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Rubbenbruch wird endlich Wirklichkeit - Baubeginn mit Schwimmbagger

Der Rubbenbruch, von vielen seit Jahren gewünscht, wird endlich Wirklichkeit. In der Niederung vor dem Heger Holz markieren weiße Pfähle den ersten Bauabschnitt. Bulldozer schieben schon den Mutterboden beiseite, und in der nächsten Woche soll der Schwimmbagger kommen, der die Hauptlast der Arbeit zu tragen hat. Was lange währt, wird endlich Wasser.
Alt sind die Pläne, zwischen Hakenhof und Heger Holz, zwischen Atter und Westerberghang einen See anzulegen. Die erste Aktennotiz für dieses Vorhaben trägt das Datum vom 19. Januar 1955. Leitender Baudirektor Dahrenmöller erklärte gestern: " Es mußten viele Untersuchungen angestellt werden. Wir mußten mit dem Wasserwirtschaftsamt und geologischen Dienststellen konferieren, um festzustellen, ob das Wasseraufkommen für einen See überhaupt reichen würde."
Die Experten sagten schließlich: " Es reicht." Grundwasser und Bäche, u. a. der Landwehrgraben, werden dafür sorgen, daß der neue See immer mindestens drei Meter tief sein wird. Zunächst hatte man geplant, eine zwei Kilometer lange Wasserfläche anzulegen, aber dann wäre mehr Wasser verdunstet als zugeflossen.
Der jetzt in Angriff genommene See wird einen Kilometer lang und 200 bis 250 Meter breit. Er wird etwa 600 000 Kubikmeter Wasser fassen und hat eine Fläche von 20, 5 Hektar.
Die Anlage wird in Abschnitten gebaut. Zunächst wird der vordere Teil (vom Westerberg aus gesehen) in eine Wasserfläche verwandelt. In der nächsten Woche wird ein Schwimmbagger eingesetzt, der diesen Teil bis auf 20 Meter Tiefe ausbaggert. Das ist notwendig, weil erst in tiefer liegenden Schichten das Erdreich für Straßendämme verwendet werden kann, und das wiederum ist für die Stadtkasse wichtig, weil sie auf diese Weise keinen Pfennig Geld für das Ausbaggern auszugeben braucht. Der Schwimmbagger wird den Kiessand durch eine drei Kilometer lange Rohrleitung in Richtung Hakenhof spülen. Die für den Straßenbau nicht verwendbaren Materialien werden zunächst seitwärts gelagert und später wieder eingefüllt, so daß der See in diesem Bereich später eine Tiefe von zehn Metern haben wird. Bis Weihnachten sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. " Wenn` s dann friert", lächelte Baudirektor Dahrenmöller gestern, " dann können die Osnabrücker hier schon Schlittschuh laufen."
Die ganze Anlage soll der Erholung der Stadtbevölkerung dienen, das wurde gestern unmißverständlich betont. Knatternde Motorboote wird es später nicht geben, aber auf jeden Fall einen Badestrand und Liegewiesen. Spazierwege werden rund um den See führen. An den Ufern wird sich Schilf im Winde wiegen, und sicher wird sich allerlei Wassergetier einstellen. Die übrige Landschaft bleibt unverändert. Das wird alle jene freuen, die dieses schöne Stückchen Osnabrücker Erde besonders lieben.


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