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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fair kicken wie in Chile
Zwischenüberschrift:
Straßenfußball-Projekt an der Möser-Realschule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Fairness durch Straßenfußball lernen sollen Schüler an der Möser-Realschule. Unterstützung beim Start des Projekts bekamen sie aus Chile.

Osnabrück. Ey, boogie-boogie, ey!″, ruft Cristian Michael Vera Silva, als er mit Schülern der Möser-Realschule im Kreis steht. Dann gibt er Kommandos auf Spanisch und stellt seinen Fuß erst nach innen, dann nach außen. Die Kinder verstehen zwar nicht, was der 18-jährige Chilene sagt, machen aber einfach seine Bewegungen nach. Nach ein paar weiteren gemeinsamen Rufen sind sie aufgewärmt und bilden Teams, um Straßenfußball zu spielen.

(Zur Themenseite Fußball″) Mit Straßenfußball kennt sich Cristian aus. Er gehört zur chilenischen Organisation Chigol, die durch den Sport Schüler fördern will. Ende April zog der junge Mann aus Santiago de Chile in die Nähe von Stuttgart, um ein dreimonatiges Praktikum bei der deutschen Partnerorganisation Kickfair zu machen. Die startete zusammen mit terre des hommes und der Volkswagen-Belegschaftsstiftung das Projekt Spielbetrieb″ an der Möser-Realschule.
Ganz ohne Schiedsrichter

Straßenfußball ist insbesondere in Lateinamerika beliebt. Wichtiger als der Spielort sind die Prinzipien: Weil es keinen Schiedsrichter gibt, entscheiden die Spieler selbst über die Regeln. Das führt jedoch nicht zum Chaos, wie man vielleicht denken könnte, sondern laut Moritz Schwaderer von Kickfair zu mehr Umsicht. Er nennt Beispiele für Regeln: Aufheben, wenn man am Boden liegt″ oder Mädchentore zählen doppelt″.( Weiterlesen: Borgloher Schweiz gewinnt Straßenturnier)

Es geht laut Schwaderer darum, dass alle Spaß am Fußball haben. Für den Sieg zählen dann neben Toren auch Fair-Play-Punkte und die vergeben die Spieler gemeinsam. Dabei sollen die Kinder Fairness und Konfliktlösung lernen, insbesondere im Alltagsleben. Das sei auch an der Möser-Realschule wichtig, die eine sehr vielfältige Schülerschaft habe, erklärt Lehrer Ralf Kramer, der das Projekt verantwortet.
Chilenischer vs. deutscher Straßenfußball

Zwischen der Art, wie Deutsche und wie Chilenen Straßenfußball spielen, sieht Cristian viele Unterschiede: In Chile gibt es noch mehr Fair Play.″ Wenn jemand hinfalle, werde das Spiel sofort angehalten. Statt in Schulen werde in seiner Heimat mehr auf den Straßen und in den Vierteln gespielt. Dann sperren wir die Straße einfach ab″, erklärt Cristian. Mit dem Vereinsfußball hat die Straßenvariante ihm zufolge nicht viel zu tun: Bei den Profis herrscht viel mehr Konkurrenz.″( Weiterlesen: VfL-Fußballer unterstützen Projekt der Möser-Realschule)

Mit seinem Aufenthalt in Deutschland möchte der 18-Jährige neue Methoden und auch Deutsch lernen. Dabei helfen ihm auch seine Arbeitskollegen von Kickfair. In den Projekten suchen gerade die Jüngeren schnell Kontakt zu mir″, berichtet Cristian, aber bis jetzt müssen wir noch mit Händen und Füßen kommunizieren.″

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Bildtext:
Motivationsrufe stieß Cristian Michael Vera Silva (links) aus, bevor die Schüler der Möser-Realschule Straßenfußball spielten.

Foto:
Elvira Parton
Autor:
Vincent Buß


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