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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Banale Erkenntnisse
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Wenn Schule zum Spießrutenlauf wird″ und dem Kommentar Von Strebern und Mobbern″ von Beate Tenfelde (Ausgabe vom 20. April).

Um die Jahrtausendwende wirbelten die ersten Ergebnisse der PISA-Untersuchungen die deutsche Bildungslandschaft auf. Ein Tourismus […] setzt ein, um die pädagogischen Geheimrezepte der , Ranking-Sieger′ herauszufinden. Die politischen Konsequenzen hinsichtlich bundesrepublikanischer Reformen sind eher bescheiden.

Die Reisekosten hätte man eher für die Sanierung der Toiletten in manchen Schulen ausgeben sollen. Und nun dies: , Mobbing ist an Deutschlands Schulen offenbar stark verbreitet.′ So Beate Tenfelde in ihrem Kommentar. Dabei ist diese Aussage nur ein Aspekt der Ergebnisse und verdeckt das eigentliche Problem. Gelegentlich bekommt man das Gefühl, dass das Agendasetting der Medien doch eigentümlichen Thematisierungslogiken gehorcht. Es geht, und dies ist eine Banalität, um ein lernförderliches Lernklima in der Schule: Freundschaft und Werte, Zuwendung und Unterstützung.

Diese , banalen′ Erkenntnisse hat vor einigen Jahren bereits der australische Erziehungswissenschaftler Hattie in seiner Meta-Studie herausgefunden. Und mal im Ernst, welcher pädagogisch engagierte Lehrkraft sagt man hier etwas Neues? Eine halbherzige und verkorkste Bildungspolitik sowie die meines Erachtens vermutlich auch gewollte Verhinderungspolitik der gesellschaftlichen Akteure schaffen nicht die notwendigen Voraussetzungen, die die PISA-Studie nun einfordert. Die bundesrepublikanischen Rahmenbedingungen in allen Bundesländern stressen, nerven und entmutigen die engagierten Lehrkräfte.

Was hat dies nun mit Osnabrück zu tun? Seit Jahren operiert man nun parteipolitisch verklärend an einer konstruktiven Lösung für die Hauptschule Innenstadt und die Möser-Realschule herum. Wer denkt eigentlich an die Schülerinnen und Schüler, die jetzt einen Anspruch auf die notwendige Förderung und Unterstützung haben? Es ist beschämend, wie auf dem Rücken dieser Jugendlichen parteipolitische Differenzen ausgetragen werden. Das von beiden Schulen erarbeitete Konzept strebt zumindest im Ansatz konkrete Perspektiven und fördernde Lernmotivationen an.

Die bisherigen Aktivitäten scheinen dies auch zu bestätigen. Sicherlich darf bei der Einrichtung dieser , Neuen Schule′ aus pragmatischen Gründen ein Gesamtkonzept der Osnabrücker Bildungsangebote nicht nachteilig beeinflusst werden. Diese , Neue Schule′ darf nicht als Gegenargument für die Einrichtung weiterer Integrierter Gesamtschulen missbraucht werden. Der Elternwille für zusätzliche Integrierte Gesamtschulen ist nachweislich vorhanden.″

Henrik Peitsch

Hagen a. T. W.
Autor:
Henrik Peitsch


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