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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrück kratzt an der 170 000-Einwohner-Marke
Zwischenüberschrift:
Rechnet man die Zweitwohnsitze ein, ist das Ziel schon erreicht
Artikel:
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Originaltext:
Mit 170 103 Einwohnern hat die Stadt in diesem Jahr einen neuen Rekord bei der Einwohnerzahl zu verbuchen. Das sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Osnabrück. Allerdings gießt er auch einen Tropfen Wasser in den Wein: Nur 168 145 Bürger seien mit Erstwohnsitz in Osnabrück gemeldet, 1958 mit Zweitwohnsitz. Ziel aber sei es, 170 000 Osnabrücker mit Erstwohnsitz in der offiziellen Einwohnerzahl auszuweisen. Dennoch sei dieses Wachstum eine tolle Entwicklung″, betonte Brickwedde. Noch 2013 habe Osnabrück lediglich 158 408 Erstwohnsitzinhaber gezählt plus 9293 Menschen mit Zweitwohnsitz.

Einen wesentlichen Anteil am Anstieg der Erstwohnsitzzahl hat 2015 die Zweitwohnsitzsteuer gehabt. Von 2014 auf 2015 seien die Erstwohnsitze von 159 506 auf 165 654 gestiegen, Ende 2016 habe die Zahl 168 145 betragen, so Brickwedde.

Insgesamt drei wesentliche Ursachen sieht Brickwedde für die positive Entwicklung der vergangenen Jahre: die Zahl der Ummeldungen von Zweit- auf Erstwohnsitz, die Aufnahme von Flüchtlingen und den positiven Saldo bei Weg- und Zuzügen. Gleichzeitig mahnte der CDU-Fraktionschef, im Bemühen um die Schaffung weiterer Wohnungen in Osnabrück nicht nachzulassen. Nur so sei der Anspruch von 170 000 Menschen mit Erstwohnsitz in der Stadt zu schaffen.

Ein Schritt in diese Richtung werde die Entwicklung der Flächen auf dem Gelände der ehemaligen Landwehrkaserne sein. Brickwedde rechnet mit etwa 1000 Wohneinheiten, die hier in den kommenden Jahren entstehen werden.
Um aber bis 2020 das strategische Ziel der Stadt von 3000 neuen Wohneinheiten realisieren zu können,
müsse noch einiges passieren. Wir müssen mehr Flächen anbieten, damit dann im Ergebnis mindestens 3000 Wohneinheiten real entstehen″, schätzt Brickwedde.

Eine Arbeitsgruppe aus Politik und Verwaltung, so Brickwedde, definiere Flächen, die für eine Bebauung eingeplant werden könnten. Im weiteren Verlauf geht die Verwaltung nach Brickweddes Worten auf die Grundstückseigentümer zu, um deren Interesse an einer Entwicklung der Flächen zu eruieren. Sollte ein solches Interesse vorhanden sein, stehe die Stadt für verschiedene Formen der Kooperation mit den Eigentümern zur Verfügung. Die könnten ihre Flächen selbstverständlich selbst vermarkten, die Stadt sei aber auch sowohl bereit, Flächen anzukaufen als auch mit den Eigentümern als Partner gemeinsam zu entwickeln. Am Ende des Tages soll sich das für alle Seiten lohnen″, so Brickwedde.

Das sei auch noch der Fall, wenn zum Beispiel eine 30-Prozent-Quote eine Bebauung mit sozialem Wohnungsbau vorschreibe. Förderprogramme machten auch diese preisgebundenen Neubauten wieder wirtschaftlich interessant, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Die Schaffung von 3000 Wohneinheiten bis 2020 sei das wichtigste strategische Thema für die Stadt. Brickwedde ist bereit, für die Umsetzung zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen. Wenn die Verwaltung mehr Personal braucht, muss sie es sagen. Dann wird sie es auch bekommen.″

Stadtentwicklung
unter der Lupe: Was sich in Osnabrück sonst noch tut, lesen Sie
unter www.noz.de/ os

Kommentar:

Läuft in Osnabrück

Das Bemühen der Stadt um eine Zunahme der Einwohner trägt Früchte. Das ist gut so, denn jeder Bürger bringt per Landeszuweisung bare Münze auf das Konto des Kämmerers.

Das Wachstum mittels Baulandausweisung anzukurbeln ist ein guter, von allen Parteien getragener Schritt. Ob auf den Flächen dann tatsächlich gebaut wird, ist allerdings allein die Entscheidung der Eigentümer. Rentiert sich die Mühe nicht, werden sie die Finger von möglichen Projekten lassen. Die sich auf hohem Niveau einpendelnden Baukosten kann die Stadt nicht beeinflussen. Die Förderung sozialen Wohnungsbaus könnte wirkungsvolle Anreize für den Bau günstiger Wohnungen schaffen. Auch das liegt aber nur begrenzt im Einflussbereich der Kommune. Hier sind Bund und Länder gefragt.

Was die Stadt selbst tun kann, ist, ein für Bauwillige freundliches Umfeld zu schaffen durch schnelle Bearbeitung von Bauanträgen oder geringe Gebühren. Das ist Aufgabe des Teams um Stadtbaurat Frank Otte, das ohne Zweifel bemüht ist, die gestellten Anforderungen zu erfüllen, dem aber allein schon durch die personelle Ausstattung Grenzen gesetzt sind. Da dürfte die Zusage Brickweddes, gegebenenfalls personelle Aufstockungen auf den Weg zu bringen, gern gehört werden.
Autor:
Dietmar Kröger


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