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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt will Neumarkt in Angriff nehmen
 
Zuschüsse vom Land für den Neumarkt
Zwischenüberschrift:
Umbau von Osnabrücks zentralem Platz soll im Herbst beginnen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt will die Neugestaltung des Neumarktes so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Im Sommer wollen wir ausschreiben, im Herbst mit den Arbeiten beginnen″, sagt Stadtbaurat Frank Otte. Für den morgigen Mittwoch ist ein Abstimmungstermin mit Vertretern der Stadtwerke, Planern und Mitarbeitern aus dem Bauamt angesetzt, in dem die weiteren Schritte besprochen werden sollen.

Die Umsetzung des Gestaltungsentwurfs des Berliner Büros Lützow 7 ist nur in enger Abstimmung mit dem Centerinvestor und den Bauherrn des neuen Eckgebäudes vor H& M möglich.

Eine Finanzspritze zu den Gesamtkosten in Höhe von 4, 3 Millionen Euro kommt von der Landesregierung. Laut Landtagsabgeordnetem Frank Henning (SPD) soll ein Zuschuss in Höhe von 473 404 Euro fließen.

Das Land Niedersachsen hat einen Zuschuss von knapp einer halben Million Euro für den Neubau des Busbahnhofs auf dem Neumarkt zugesagt. Die Umgestaltung des Neumarktes soll im Herbst beginnen.

Osnabrück. Wann passiert endlich was auf dem Neumarkt? Während sich der Investor des Einkaufscenters mit konkreten Zeitangaben zum Beginn weiter bedeckt hält, will die Stadt die Neugestaltung des zentralen Platzes so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Im Sommer wollen wir ausschreiben, im Herbst mit den Arbeiten beginnen″, sagt Stadtbaurat Frank Otte. Für Mittwoch nach Ostern ist ein Abstimmungstermin mit Vertretern der Stadtwerke, Planern und Mitarbeitern aus dem Bauamt angesetzt, in dem die weiteren Schritte besprochen werden sollen.

Grundlage der Planungen ist der Gestaltungsentwurf des Büros Lützow 7 aus Berlin. Die Umsetzung ist nur in enger Abstimmung mit dem Centerinvestor und den Bauherrn des neuen Eckgebäudes vor H& M möglich. Die Bauabschnitte müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, damit sich die Bauarbeiten nicht in die Quere kommen. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hält es für denkbar, dass mit den Bauarbeiten vor dem Landgericht gestartet wird. Die Führung des Busverkehrs werde wie beim Abriss des Neumarkttunnels wieder eine Herausforderung″ werden.

Eine weitere Hürde hat die Stadt in der vergangenen Woche genommen. Wie der Landtagsabgeordnete Frank Henning (SPD) mitteilte, gewährt das Land einen Zuschuss von 473 404 Euro für die Neugestaltung der Bushaltestellen. Insgesamt wird die Auffrischung des Busknotens rund 4, 3 Millionen Euro kosten.

Die Landschaftsplaner Cornelia Müller und Jan Wehberg aus Berlin, die im Gestaltungswettbewerb 2013 den Zuschlag der Jury bekamen, wollen mit dem neuen Busbahnhof ein kleines, aber ungewöhnliches Glanzlicht setzen. Sie schlagen Schutzdächer unterschiedlicher Größe und Form aus blank poliertem Edelstahl vor, in denen sich die Fahrgäste demnächst spiegeln, wenn sie nach oben blicken. Dass die Bussteige vor dem Landgericht verschwinden sollen, ist seit langem Konsens. Nach dem Willen der Stadtplaner bekommt der Neue Graben vor dem künftigen Einkaufszentrum einen lang gezogenen Bussteig. Die Bushaltestellen in der Johannisstraße rücken näher zum Neumarkt. Die Fahrgäste sollen in Zukunft direkt am Eingang des geplanten Einkaufszentrums ein- und aussteigen. Weiterlesen: CDU, BOB, UWG/ Piraten Neue Ratsmehrheit will busfreien Neumarkt

Der Neumarkt soll nach dem Entwurf von Lützow 7 einen ganz neuen Charakter bekommen. Betonstreifen in verschiedenen Grautönen, Wasserspiele und Bäume sollen dem Platz mehr Aufenthaltsqualität geben. Unbeantwortet ist allerdings weiterhin die Frage, ob Autofahrer den Platz in Zukunft queren dürfen. Die endgültige Ratsentscheidung steht noch aus. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) meint, es sei rechtlich nicht möglich, den Neumarkt zur Fußgängerzone zu erklären, wie es die bunte Ratsmehrheit aus SPD, Grünen, FDP, UWG und Piraten vorhat.

Nach der Absage der turnusmäßigen Ratssitzung am 25. April wird es frühestens in der nächsten Sitzung am 30. Mai eine Entscheidung geben.

Die Neumarkt-Story: noz.de/ neumarkt

Bildtext:
Spiegeleffekt: In den Schutzdächern des neuen Busbahnhofs am Neumarkt sollen sich die Fahrgäste spiegeln. So sieht es der Gestaltungsentwurf vor, der mit Fördermitteln des Landes umgesetzt werden soll.

Foto:
Jörn Martens

Kommentar:

Frustration

Das Zeitungsarchiv ist voll mit Artikeln, in denen Planer, Investoren oder Politiker Bautermine ankündigen oder zumindest in Aussicht stellen, dass es vorangeht auf dem Neumarkt. Die Ungeduld ist allenthalben groß und wandelt sich bei Beobachtern und Betroffenen zuweilen schon in Resignation. Das politische Hickhack um die Autosperre, die besorgniserregende Schweigsamkeit des Centerinvestors, der desolate Anblick des Platzes: Wer aus beruflichen oder politischen Gründen oder einfach aus Interesse am Wohlergehen Osnabrücks diese Nicht-Entwicklung verfolgt, muss wahrlich über eine hohe Frustrationstoleranz verfügen.

Es wäre so wichtig, endlich Fortschritte präsentieren zu können. Daher ist es richtig, dass das Bauamt die Planungen unter Hochdruck fortführt und auch unter dem Risiko, dass sich die Bauarbeiter auf den verschiedenen Baustellen zeitweise in die Quere kommen könnten die Gestaltung auf den Weg bringt. Auch der kleinste Schritt ist besser als der Stillstand.
Autor:
hin


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