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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Griesert sollte neutral handeln
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Zoff im Rathaus wegen Neumarkt-Kellers″ und dem Kommentar Provinziell″ von Dietmar Kröger (Ausgabe vom 28. März).

Viele Bürger unserer Stadt haben sich bereits 1996 im Rahmen der Lokalen Agenda ehrenamtlich mit der Verkehrssituation am Neumarkt befasst und kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, unseren zentralen Platz vom lauten, gefährlichen und mit giftigen Abgasen belastenden Autoverkehr zu befreien. Dies würde zu einer dauerhaften Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Kunden der umliegenden Geschäfte, der Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel und der Anwohner führen. Insgesamt würde es die Lebensqualität aller Bürger wie nie zuvor aufwerten sowie das Image unserer Stadt von einer grauen Industriestadt hin zu einer lebendigen und attraktiven Stadt zum Wohnen, Einkaufen, Nutzen von Freizeitmöglichkeiten und Arbeiten erheblich verbessern. Davon sind wir immer noch weit entfernt. Dass es bei Sperrung des Neumarkts für Autos am Wall zeitweise zu höheren Abgasbelastungen kommt, wird durch weniger Stickoxide und Feinstaub an anderen Straßen, wie der Martinistraße ausgeglichen. Eine weiterhin stabile Mehrheit im Stadtrat hat dies erkannt und möchte diese Entscheidung nach gründlicher Prüfung nun in die Praxis umsetzen. Leider versucht Oberbürgermeister Griesert nun, diese Entscheidung zu verzögern, obwohl er sie auf Dauer wohl nicht verhindern kann. Herr Griesert sollte neutral handeln und demokratisch getroffene Entscheidungen mittragen. Alles andere ist Menschen, die an den Sinn und die Vorteile unserer Demokratie glauben, nicht zu vermitteln und führt zu weiterer Politikverdrossenheit. Der wichtigste Punkt in der gesamten Stadtentwicklung ist jedoch eine deutliche Verringerung des motorisierten Individualverkehrs bei gleichzeitiger erheblicher Verstärkung des öffentlichen Nahverkehrs, das heißt mehr Zugverkehr, mehr Bahnhaltepunkte, Ausweitung der Busverbindungen und langfristig eine Stadtbahn. Das würden vor allem die Bewohner des Wallrings deutlich spüren und eine Aufwertung ihrer Wohnqualität erreichen. Die Umstellung auf Elektrobusse sowie auf sauberere und sparsamere Antriebstechnik im Pkw- und Lkw-Verkehr würde die Situation weiter verbessern, wäre aber letztendlich nicht der entscheidende Punkt. Es geht vor allem darum, ob Ein- und Auspendler sowie Bewohner der Stadt ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig ändern und regelmäßig Busse, Bahnen, das Fahrrad, Carsharing und Fahrgemeinschaften nutzen, auch wenn man mal etwas warten oder organisieren muss. Hier muss das Gegeneinander der Interessen des Einzelnen zu einem Miteinander aller Beteiligten im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität für alle werden.″

Stefan van Lente

Osnabrück

Wo ein Wille, da ein Weg.

Übers Wasser führt der

Steg.

Am Baulos 2 ist wieder mal

was los,

was Griesert wieder

ungemein verdross.

Es geht um Bauwerks

tief gelegten Schoß,

um unteres und unterstes

Geschoss.

Das heißt: Die beiden

unteren Geschosse,

die teils den Neumarkt

südwärts untergraben,

bescheren der Provinz die

schönste Posse,

die wir beim Neumarkt

immer nötig haben.

Der Hase sollte man den

Neumarkt zeigen!

Ein Seitenarm wär dazu

abzuzweigen

Den alten Tunnel wieder

zu beleben,

könnt′ sämtliche

Probleme flugs beheben:

Der Seitenarm mit einer

Dauerwelle

wär auszustatten, dass

man auf die Schnelle

vom Einkaufszentrum

käm zu L + T,

zur Welle, die beständig

sagt , Ich steh!′.

Erledigt hätte sich die

Platzgestaltung.

Fürs Wasser minimal wär

die Verwaltung.

Gewaltig aber sein

Erholungswert

Kein Auto nämlich durch

das Wasser fährt.″

Georg Klippel

Osnabrück

Als bautechnisch versierter und deshalb seit vielen Jahren am Osnabrücker Baugeschehen interessierter Bürger befremdet mich der oben genannte Bericht vom 28. März 2017 einschließlich des Kommentars von Herrn Kröger. Eine zweigeschossige Unterkellerung eines Gebäudes ist zwar mit den heutigen bautechnischen Möglichkeiten (zum Beispiel Bohrpfahlwände, Schlitzwände und Unterwasserbeton zur Vermeidung von Grundwasserabsenkungen) kein Problem, aber ich bin doch sehr erstaunt, dass ein privater Bauherr die Erlaubnis bekommen soll, seinen Keller auf städtischen Grund auszudehnen (per Kauf oder Erbpacht oder auf der Grundlage welcher Vereinbarungen sonst?). Ich gehe davon aus, dass bezüglich der geplanten , Unterbauung′ bislang schon berücksichtigt wurde, dass die gegenwärtige und zukünftige Nutzung des unterirdischen Straßenraumes für Infrastruktur wie Leitungen, Kabel aller Art, Trafo und Ähnliches gewährleistet ist. Hinzu kommt, dass mit dieser , Unterbauung′ ein Präzedenzfall geschaffen würde, der Begehrlichkeiten bei anderen Osnabrücker Grundbesitzern weckt. Politik und Verwaltung werden diese Gesichtspunkte hoffentlich sorgfältig prüfen und bei ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen.″

Helmut Echterhoff

Osnabrück

Vom Auto befreit sind Platz und Straßen / durch des , Regenbogens′ verklärten Blick, / vielen Bürgern bringt das nicht nur Glück: / Der Autoverkehr mit Lärm und Abgasen zieht sich in andere Straßen zurück.

Von dorther sendet er fliehend die gleichen Mengen giftiger Gase / den Anwohnern direkt in Garten, Haus und Nase. / Dem CDU-BOB mit Griesert am Steuer / ist dieses alles nicht ganz geheuer.

Aber, wen kümmert′s, hier gilt die Phrase: / Der Neumarkt wird jetzt , Wohlfühloase′. / Doch die Gestaltung fehlt im Revier, / die Stadt hat vorläufig kein Geld dafür. / Kehre dich um, mal hinzugehen / und in der Oase dich umzusehen: / Center , Oskar′ zeigt sich auf Wunsch des OB / jetzt als Billigversion aus Pappmaschee.

Aus der Busse finsterm Auspuffrohr / dringt viel stinkendes Abgas hervor. / Das Dieselaroma, um es mit Wein zu vergleichen, / kann man als , zartherb mit rauchigem Abgang′ bezeichnen.

Und möchtest du heute sonnen dich gern, / so bleib besser dieser Oase hier fern. / Doch sieh nur, sieh, wie behänd sich der Radler / mit 40 km/ h zwischen Fußgängern und Bussen durchschlägt, / der Fußgänger, der das nicht lustig findet, / sich bald in Richtung Heimat bewegt.

Und vom Erlebten überladen, / fängt er daheim zu sinnen an. / Er denkt: So zeigt sich politischer Wille, / die schauen durch die bunte Brille.

Die Nachbarn lehnen sich grinsend zurück: / Was ist nur los in Osnabrück, / inszeniert da die , Bunte Liste′ / die , Osnabrücker Puppenkiste′? / Sie sehen am Neumarkt das Getümmel, / hier ist Osnabrücks neuer Regenbogen-Himmel. / Zufrieden jauchzen Hagedorn, Henning, Thiele, Mierke und Klein: / , Hier bin ich Mensch, hier darf ich′s sein′!

Heinrich Schmihing

Osnabrück

Bildtext:
Der Neumarkt bleibt Zankapfel und nicht nur der Politik und Verwaltung.

Foto:
David Ebener
Autor:
Stefan van Lente, Helmut Echterhoff, Heinrich Schmihing


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