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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Verkehrsfluss für den Nahversorger
Zwischenüberschrift:
Fragen im Bürgerforum Hellern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wie fließt der Verkehr zum künftigen Nahversorgungszentrum? Mit dieser Frage befasste sich das Bürgerforum Hellern, ebenso wie mit Einbrüchen in Wohnungen und der Sorge um den Stadtteiltreff Alte Kasse.

Osnabrück. Das Firmenschild ist längst abgebaut, doch sind die Buchstaben immer noch zu erkennen, denn hinter den Lettern ist die gelbe Fassade kaum verblichen. So ist der Schriftzug Max Bahr″ immer noch zu lesen. Unter dem Dach ist jetzt das Skelett des ehemaligen Baumarktes freigelegt. Der Umbau zum Nahversorgungszentrum ist in vollem Gange. Wenn es fertig ist, wird sich auch an der Verkehrsführung an der Ecke Lengericher Landstraße/ An der Blankenburg etwas ändern. Aber was? Und: Wird es zu Staus kommen? Für Fragen wie diese interessierten sich sowohl die CDU als auch die SPD des Stadtteils. Stadtbaurat Frank Otte erläuterte den Plan: Eine Ampel an der Einfahrt zum Einkaufszentrum soll den Verkehr regeln. Autos, die das Gelände verlassen, sollen ohne Probleme in alle Richtungen fahren können. Die Verwaltung plant neue Abbiegespuren auf der Lengericher Landstraße in Höhe des Hörner Wegs, der sich gegenüber der Einfahrt zum ehemaligen Baumarkt befindet.

Die Bauarbeiten für die neue Straßenführung sollen in der kommenden Woche beginnen. Zunächst wird demnach die Mittelinsel auf der Lengericher Landstraße vor dem Bahr-Gelände entfernt, weiter geht es nach Ostern mit den Versorgungsleitungen zunächst an der Blankenburg, dann ab Ende Mai an der Lengericher Landstraße. Ab August geht es dort mit dem Straßenbau einschließlich der Geh- und Radwege weiter. Fortgesetzt werden diese Arbeiten dann auch an der Blankenburg. Im Oktober soll alles fertig sein. Bis dahin werden Autofahrer mit Behinderungen rechnen müssen, zeitweise auch damit, dass sie nicht auf allen Spuren fahren können.

Einbrüche beunruhigen viele Helleraner. Der CDU-Politiker Clemens Diessel wollte wissen, wie sich die Situation entwickelt hat. Polizeihauptkommissar Sebastian Lüttkemöller von der Polizeiinspektion Osnabrück brachte Zahlen mit. 2016 zählten die Beamten 432 Einbrüche in Wohnungen, 2015 waren es 453. Die wenigsten Fälle verzeichnete die Polizei 2008: Da gab es 233 Fälle. Den Höchststand ermittelten die Beamten 2002 mit 624 Einbrüchen. In Hellern wurden 2016 insgesamt 29 Taten festgestellt, die meisten von ihnen zwischen Oktober und März. Leider sei Hellern ebenso wie etwa Sutthausen wegen der Erreichbarkeit über die Autobahn speziell für reisende Täter″ attraktiv.

Die Zahl der Autoaufbrüche betrug 2016 im gesamten Stadtgebiet 665 Fälle. 2015 waren es noch 906 Fälle gewesen. In Hellern haben 2016 Täter 28 Autos aufgebrochen dreimal davon in Serie, also mehrere auf einmal. Polizeihauptkommissar Lüttkemöller appellierte an die Besucher des Bürgerforums, verdächtige Wahrnehmungen″ zu melden und sich nicht zu scheuen, die Nummer 110 zu wählen. Und zwar möglichst schnell″, wie Thomas Wendt, Leiter der Polizeidienststelle in Sutthausen, hinzufügte.

Sorge um die Alte Kasse: Ulrich Hasskamp vom Nachbarschaftshilfeverein Helfen in Hellern″ war hellhörig geworden, als er im Anhang für den Nachtragsetat der Stadt den Stadtteiltreff an der Kleinen Schulstraße als weitere Einsparmöglichkeit aufgelistet gesehen hatte. Seine Reaktion: Wir lassen uns die Alte Kasse nicht nehmen! Doch CDU-Ratsherr Fritz Brickwedde, der das Bürgerforum leitete, versuchte, Hasskamp die Sorge zu nehmen. Auf der Liste der Verwaltung seien auch der öffentliche Personennahverkehr und das Tanztheater zu finden gewesen die aber ebenso wenig aus der Stadt verschwinden würden wie der Stadtteiltreff in Hellern: Die Politik hat zu keiner Zeit vorgehabt, die Alte Kasse zu schließen. Das Thema steht nicht auf der Tagesordnung.″ Doch Hasskamps Sorge bleibt, denn der Stadtteiltreff kann nach seiner Ansicht durchaus in Gefahr geraten, wenn Ihr wieder Geld braucht″, wie er es an die Ratspolitiker allgemein gerichtet formulierte.

Mit Verspätung in die Schule: Eltern ärgern sich darüber, dass Schüler an Haltestellen stehen bleiben, weil die Busse voll sind. Frank Ittermann von den Stadtwerken berichtete, dass dieses Problem inzwischen mit dem Einsatz von Gelenkbussen gelöst sei. Eltern stellten außerdem fest, dass auch Schüler, die mit Taxen befördert werden, zu spät in den Unterricht kämen. Stadtbaurat Otte teilte mit, dass die Verwaltung mit den Unternehmen Gespräche führen will.

Aus den Bürgerforen berichten wir auch im Internet auf noz.de/ os

Bildtext:
Die Verwandlung von einem Baumarkt zum Einkaufszentrum: Die Verwaltung der Stadt hat bereits einen Plan für die künftige Verkehrsführung mit anderen Fahrspuren und Ampeln, die auch direkt die Ein- und Ausfahrt zum Gelände regeln sollen.

Foto:
David Ebener
Autor:
Jann Weber


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