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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr als bloß ein naiver Mitläufer
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserem Artikel Heinrich-Röper-Weg soll bleiben Bürgerverein Neustadt spricht sich einstimmig gegen eine Umbenennung aus″ (Ausgabe vom 29. März) erreichte uns dieser Leserbrief eines Mitglieds der Osnabrücker Friedensinitiative.

Zu Recht weist ein Mitglied des Bürgervereins Neustadt darauf hin, dass die Person Heinrich Röper nicht auf eine Eigenschaft reduziert werden darf. Gerade deshalb ist es unverständlich, dass sich der Bürgerverein gegen eine Umbenennung der Straße wehrt.

Wer war Heinrich Röper? Hier hilft ein Blick zurück auf den Nachruf im , Osnabrücker Tageblatt′ vom 12. Juli 1938 anlässlich seines Todes.

Gleich nach dem Ersten Weltkrieg trat Röper einem Freikorps bei und später dem Stahlhelm. , Der Stahlhelm galt als bewaffneter Arm der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). So stellte der Stahlhelm bei Parteiversammlungen vielfach den (bewaffneten) Saalschutz.′ – , Er trat seit 1928 offen als republik- und demokratiefeindlich und auch als antisemitisch und rassistisch in Erscheinung′ (Wikipedia).

Röper tat dies nicht als verblendeter Staatsbürger, sondern aus , glühender Vaterlandsliebe′, wie dem Tageblatt zu entnehmen ist. Und wohin uns diese falsch verstandene Vaterlandsliebe gebracht hat, das zeigen uns das menschenverachtende Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg.

Heinrich Röper war beim Stahlhelm nicht etwa nur einfaches Mitglied oder naiver Mitläufer, sondern er bekleidete führende Ämter dieser Organisation in Osnabrück. Zuletzt war er Gau- und Kreisverbandsführer.

Als Hitler dann an die Macht kam, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als sich der SA anzuschließen. Auch hier , schaffte′ er es bis zum Obersturmbannführer der SA-Reserve I, eine ziemlich hohe Position innerhalb dieser verbrecherischen Organisation.

Und so beschreibt das , Osnabrücker Tageblatt′ die politische Einstellung Röpers: , [Röper] hat als Nationalsozialist und SA-Führer an der Verbreitung nationalsozialistischer Weltanschauung in Osnabrück hervorragenden Anteil.′

Es gibt also genügend Gründe, den Straßennamen zu ändern und nicht einen SA-Obersturmbannführer durch die Vergabe eines solchen zu ehren. Dabei sollten die Bürger natürlich beteiligt werden.″

Uwe Afemann

Osnabrück
Autor:
Uwe Afemann


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