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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Mensch steht im Vordergrund
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Warnwesten für alle Ratsmitglieder″ und Rat für Tempo-30-Versuch″ (Ausgabe vom 15. März).

Es ist gut, wenn der Rat mit Warnwesten für mehr Sicherheit im Radverkehr wirbt. Radler haben keine Knautschzone (die Autos dafür eine immer größere), und wenn sie übersehen werden, sind die Folgen meistens ernsthaft.

Einen Beigeschmack hat die Sache aber schon. Das Osnabrücker Radverkehrssystem ist an vielen Stellen in der Stadt real und gefühlt nicht sicher genug. Auch deshalb ist Radfahrerinnen und Radfahrern dringend zu reflektierender Kleidung und Helm zu raten. Wenn der Rat demnächst über die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des neuen Radverkehrsplans berät, bin ich gespannt, wie geschlossen er dann für reale Verbesserungen auf unseren Straßen , aufsteht′.

Auch Tempo 30 hat natürlich Sicherheitsaspekte und ist nicht nur eine Frage von Luftreinhaltung und Lärm. Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen, Behinderte und insbesondere Kinder werden durch Tempo 30 besser geschützt. Die Unfallzahlen gehen um circa 60 bis 70 Prozent zurück. Grund dafür sind die kürzeren Bremswege. [. . .]

Bei Tempo 30 haben Unfälle durch die verringerte Aufprallwucht weniger schwere Folgen. Die Aufprallenergie bei Tempo 50 ist etwa 2, 8-mal größer als bei Tempo 30! Dieses und noch viel mehr ist durch unzählige Untersuchungen nachgewiesen. Teilweise ist es pure Physik.

Wenn der Oberbürgermeister im Zusammenhang mit der Durchführung eines Tempo-30-Modellversuchs von den Bürger/- innen als Versuchskaninchen spricht, ist das mindestens unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit zynisch. Viel zu lange sind in deutschen Städten die nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer Versuchskaninchen dafür gewesen, ob dem motorisierten Verkehr Tempo 50 (oder teilweise mehr) erlaubt werden kann, ohne dass sich schwere Unfälle ereignen. Es ist allerhöchste Zeit, endlich Tempo 30 zu , versuchen′ und den Menschen in den Vordergrund zu stellen.″

Jens Meier

Osnabrück
Autor:
Jens Meier


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