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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Luther mit Pizza und Pubertierenden
Zwischenüberschrift:
Musical der Evangelischen Fachschulen transferiert den Reformator in die heutige Zeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Evangelischen Fachschulen in Osnabrück beteiligen sich mit Luther das Musical″ am Reformationsjahr und gehen dabei auch auf schwierige Punkte in Leben und Lehre des Reformators ein. Für die zweite Vorführung am Freitag, 7. April, gibt es noch Restkarten.

Luther das Musical″ heißt es derzeit am Schölerberg. Mit Theater und Musik nähern sich die Schüler einer der bedeutendsten Figuren der Geschichte. Die Idee war, etwas zum Reformationsjahr zu machen″, berichtet Bettina Ley. Gemeinsam mit Lehrern und über 70 Schülern hat sie das Luther-Musical auf die Bühne gebracht.

Gemeinsam wurde über mehrere Monate an diesem Projekt gearbeitet. In den unterschiedlichen Kursen wie Religionspädagogik, Theater, Band und Chor wurden mit viel Eifer und Engagement verschiedene Stationen aus Luthers Leben hinterfragt und szenisch entwickelt″, berichtet Ley. Voller Enthusiasmus bringen der Chor, die Band und die Theatergruppe die Ergebnisse aus dem Religionspädagogik-Kurs zum Leben.″ Dabei geht es um mehr als ein reines Historienspiel zum Lutherjahr. Im Zentrum der Geschichte steht Luther heute und das wortwörtlich. Martin Luther und Katharina von Bora leben mit ihren vier Kindern in heutiger Zeit. Beim Abendessen berichtet der Reformator entspannt über die Geschehnisse im Mittelalter und seine Beweggründe. Dazu wechselt das Bild regelmäßig mittels einer Zeitmaschine zwischen den beiden Welten hin und her.

Mir macht es unglaublich viel Spaß″, berichtet Derek Strotmeier, der den mittelalterlichen Luther spielt. Luther war ein Mensch, der seine Gefühle und Thesen ehrgeizig umgesetzt hat.″ Eine Geschichte, die die Kinder in der neuzeitlichen Ebene gern hören wollen. Hier gibt Ruben Alfing den Reformator, der sich mit Pizza, pubertierenden Kindern und deren Handys rumschlagen muss und ihnen gleichzeitig die Werte und Inhalte seiner Theorien nahebringen will. Luther in der Neuzeit ist wie zu Hause. Man ist einfach eine Familie″, beschreibt Alfing seinen Luther.

Inhaltlich geht es um die Botschaft Luthers. Jeder soll angenommen und geliebt sein, ohne gute Werke″, fasst Ley zusammen. Das hat den Schülern in der Vorbereitung bereits gut gefallen.″ Gleichzeitig wolle man sich aber auch den schwierigeren Fragen widmen. Wer war Luther eigentlich? Wie stand Luther zu den Juden? Und wie zu den Frauen?″, meint die Sozialpädagogin. Hier habe der Reformator aus heutiger Sicht deutliche Defizite. So habe man sich auch mit dem gesamten Stück offen auseinandergesetzt. Die Texte passen einfach nicht immer″, meint Ley. Daher habe man vor allem die Lieder übernommen. Entstanden sei so ein Theaterstück mit Liedern und Musik, das die Schüler nun gemeinsam mit der Band und dem Chor der Schulen aufführen.

Die Premiere am 31. März ist bereits seit Langem ausverkauft. Für die zweite Aufführung am 7. April um 18 Uhr gibt es noch einige wenige Restkarten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vorab bei Bettina Ley unter bettina.ley@ web.de melden.

Bildtext:
Luther ganz modern: Der Reformator lebt im Luther-Musical mit seiner Familie in heutiger Zeit und berichtet aus seiner Vergangenheit.

Foto:
Robert Schäfer
Autor:
rs


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