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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus für Voxtruper Schützenverein
Zwischenüberschrift:
Nach 116 Jahren – Vermögen gespendet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nach 116 Jahren des Bestehens hat sich der Voxtruper Schützenverein Ende vergangenen Jahres aufgelöst. Das restliche Vereinsvermögen haben die ehemaligen Mitglieder nun an drei wohltätige Einrichtungen gespendet.

Osnabrück. Die Auflösung des Vereins ist uns alles andere als leichtgefallen″, sagt Pressesprecherin Petra Tiesmeyer im Gespräch mit unserer Redaktion. Schließlich habe der Verein eine lange Tradition und blicke auf eine erfolgreiche Zeit im Schießsport sowie in der Schützentradition zurück. Nachdem der Verein den Standort im Hotel Haus Rahenkamp aufgegeben hatte, sei keine neue Heimat gefunden worden. Die Mitgliederversammlung entschied schließlich, nicht als reiner Traditionsverein bestehen zu bleiben, sondern den Verein zum Jahresende 2016 aufzulösen.

Zuletzt 130 Mitglieder

Vor allem für die älteren Mitglieder war die Auflösung natürlich schwer. Einige sind seit ihrer Kindheit dabei″, sagt die Vereinssprecherin. Man habe sich die Entscheidung, die über einen längeren Zeitraum diskutiert und besprochen wurde, jedoch nicht leicht gemacht. Rund 130 Mitglieder hatte der Verein zuletzt, davon etwa 30 bis 40 Aktive. Die noch aktiven Sportschützen sind mittlerweile geschlossen über die Gemeindegrenze nach Bissendorf gewechselt und haben dort eine neue sportliche Heimat gefunden.

Dem Präsidium blieb indes nur die traurige Arbeit der Vereinsabwicklung, bei der letztlich ein Betrag von 13 300 Euro übrig blieb. Da eine Auszahlung an die Mitglieder qua Satzung nicht erlaubt ist, kam für die Schützen nur eine Spende an wohltätige Einrichtungen infrage. 6650 Euro wurde jetzt dem Ambulanten Kinderhospiz Osnabrück übergeben. Weitere 3650 Euro gingen an die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück für den neuen Standort der Osnabrücker Werkstätten. An der Kiebitzheide im Fledder sollen Geräte im Innen- und Außenbereich angeschafft werden. Vor Ort entsteht aktuell ein neues Kompetenzzentrum mit Schwerpunkt Metallbearbeitung. 3000 Euro erhielt der Förderverein der Werkstatt Schledehausen zur Förderung von Menschen mit Behinderungen.

Einfach so auseinandergehen wollen die ehemaligen Vereinsmitglieder aber nicht, wie Tiesmeyer betont: Wir haben viel Arbeit in den Verein gesteckt und natürlich sind dabei auch viele Freundschaften entstanden. Gemeinsame Aktivitäten wie Planwagenfahrten oder das Winterfest wird es in Zukunft auch wieder geben nur dann eben privat organisiert. Das haben wir uns gegenseitig versprochen.″

Lokale Hintergründe und Analysen lesen Sie auf noz.de/ os

Bildtext:
Spendenübergabe: Britta Kemper (Mitte) vom Kinderhospizdienst erhielt jetzt vom Voxtruper Schützenverein, vertreten von Anke Thurow und Norbert Plogmann, eine Spende in Höhe von 6650 Euro.

Foto:
Plogmann/ Schützenverein Voxtrup
Autor:
Sebastian Philipp


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