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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Osnabrück putzt sich fein raus
Zwischenüberschrift:
Mehr als 3000 Helfer sammeln beim Stadtputztag tonnenweise Müll
Artikel:
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Originaltext:
Mehr als 3000 Helfer haben sich am Samstag beim 6. Osnabrücker Stadtputztag die Hände schmutzig gemacht. Bei der Säuberungsaktion zum Frühlingsanfang kam tonnenweise Müll zusammen.

Osnabrück. Der Frühling kommt, alles drängt nach draußen. Da ist es dann gar nicht schön, wenn Straßen, Parks und Wege voller Müll sind. Zum Frühlingsbeginn lädt daher der Osnabrücker Service Betrieb (OSB) die Bürger der Stadt ein, im Rahmen des Stadtputztages Straßen, Wege und Beete vom Unrat zu befreien. Mehr als 3000 Osnabrücker aus verschiedenen Gruppen und Vereinen hatten sich in diesem Jahr angemeldet so viele wie noch nie. Und entsprechend viel Müll kam wieder zusammen. Die mehr als fünf Tonnen Unrat des Vorjahres konnten die Freiwilligen locker toppen. Als Dank waren alle am Mittag wieder auf dem Markt zu einem fröhlichen Mittagessen mit großer Tombola eingeladen.

Viele Stadtputzer hatten einen ganz persönlichen Bezug zu ihrem Sammelgebiet. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Iburger Straße (IGIS) arbeiten oder leben rund um die Straße. Mit 14 Mitgliedern und einem Hund waren sie im Einsatz. Den Hund hatten sie aus einem bestimmten Grund mitgenommen: Wir müssen hier immer wieder große Mengen Hundekot entsorgen″, beklagte Petra Jeda von der IGIS. Mit dem eigenen Hund wollte sie nun darauf aufmerksam machen, dass es auch anders geht. Gerade auf dem Johannisfriedhof ist das ein großes Problem. Dabei gibt es überall Tüten″, meinte sie. Mit der IGIS ist sie bereits seit vielen Jahren dabei. Gemeinsam räumte die Gruppe schon vor Einführung des Stadtputztages regelmäßig ihr Viertel″ auf. Mit Erfolg. Es wird bei uns jedes Jahr etwas weniger Müll″, freute sich Jeda. Das gute Beispiel scheint also zu wirken.

Am Barenturm und rund um die Vitischanze war die Jugend des Schachvereins Osnabrück im Einsatz. Der Verein hat sein Spiellokal in der alten Turmanlage. Schnapsflaschen und Zigaretten fanden die Jugendlichen zuhauf. Aber auch ein gammliges Kissen und die Reste eines Rucksacks waren dabei. Für Staunen sorgte eine Art Kleiderkammer. In Säcken verstaut und gut versteckt lagen größere Mengen Kleidung auf dem Areal. Die habe man liegen gelassen, erklärte Schach-Junior Luka. Die Gruppe vermutet, dass es sich hierbei um das Lager eines Obdachlosen handelte.

Schockiert zeigten sich Mitglieder der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Sie hatten sich den Willy-Brandt-Platz vorgenommen, der immer noch ein beliebter Aufenthaltsplatz für Drogensüchtige ist. Vor allem in den hinteren Ecken fanden sie haufenweise benutzte Spritzen. Ein gefährlicher Fund, wenn man bedenkt, dass viele Familien mit Kindern in den Park zum Spielen kommen. Am Willy-Brandt-Platz trafen sich Mitglieder der Handballspielgemeinschaft HSG Osnabrück. 15 Sportler kamen von Sutthausen bis in die Innenstadt. Mailyn, Anneke, Jula und Mieke hatten zu diesem Zeitpunkt schon drei Säcke abgeliefert. Beim Moskaubad fanden die Handballer jedoch einen Haufen Spraydosen. Dafür riefen sie dann doch lieber die Spezialisten des OSB. Die Dosen gehören nämlich nicht in den Restmüll.

Bildergalerie
auf www.noz.de / os

Bildtext:
Auch die Mitglieder der Interessengemeinschaft Iburger Straße machten sich beim Stadtputztag an der Iburger Straße die Hände schmutzig, um die Stadt von Müll zu befreien.

Foto:
Robert Schäfer
Autor:
Robert Schäfer


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