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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Großbrand im Zoo: Affen und Reptilien sterben
Zwischenüberschrift:
Mäuse unter Tatverdacht – Mehrzweck-Warmhaus zerstört – Hohe Spendenbereitschaft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Jahr 1978 begann für den Osnabrücker Zoo mit einer Katastrophe. Rauchgeschwärzte Betonpfeiler, ausgeglühte Eisenträger, eingestürzte Decken, verkohlte Holzbalken und zersplittertes Glas dieses grauenvolle Bild bot sich am Morgen des 4. Januar, nachdem ein Großbrand zwei Drittel des 1975 eröffneten Mehrzweck-Warmhauses zerstört hatte. 25 Affen, 30 Vögel und eine große Zahl von Reptilien und Fischen kamen in den Flammen ums Leben. Einige Klammeraffen hatten vergeblich versucht, in einen Winkel zu fliehen. Nur die Schweinsaffen konnte Betriebsinspektor Pohlmann gerade noch rechtzeitig in den rettenden Außenkäfig jagen.

Als Brandstifter″ gerieten bald Mäuse in Verdacht, die Kabelisolierungen in der Futterküche angeknabbert zu haben, was zu einem elektrischen Kurzschluss führte. Der Sachschaden wurde mit zwei Millionen DM angegeben. Tiere und Inventar waren nicht versichert. Das traf den Zoo sehr hart, zumal ein nicht bezifferbarer immaterieller Schaden dadurch entstanden war, dass wertvolle Zuchtgruppen unter den Diana-Meerkatzen, den Kattas und den Klammeraffen verloren gingen. Wie Zoodirektor Paul Andreae und Zoopräsident Herbert Sprado bekannt gaben, waren diese Gruppen durch Zukäufe, weltweiten Tausch und sorgfältige Pflege in zehnjähriger Kleinarbeit aufgebaut worden.

Die Medien berichteten bundesweit. Die Bevölkerung bewies ihre Verbundenheit mit dem Waldzoo″, indem sie spendete. Die Welle der Hilfsbereitschaft erfasste Schulkinder, die ihre Sparschweine schlachteten, bis hin zu Firmen und Stiftungen, die fünfstellige Großspenden leisteten. Insgesamt kamen mehr als 100 000 Deutsche Mark zusammen. Schon Ostern 1978 ging die Zooschule im weniger getroffenen unteren Teil des Warmhauses wieder in Betrieb, und ein Jahr später war auch der Hauptteil wiederaufgebaut.

Bildtext:
In den Siebzigerjahren wurde der ehemalige Tiergarten in Zoo Osnabrück umbenannt.

Foto:
Archiv/ Lageplan des Tiergartens
Autor:
Joachim Dierks


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