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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Pflege darf nicht zu duldsam sein
Zwischenüberschrift:
Sozialministerin Rundt in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf Einladung der SPD war die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt zu Besuch in Osnabrück und machte sich dort ein Bild von zwei unterschiedlichen Einrichtungen.

Osnabrück/ Fürstenau. Dabei führte sie ihr Weg zunächst in den Treffpunkt Atterkirche, wo sie sich über die vielfältigen Angebote des seit zehn Jahren bestehenden Vereins informierte. Ein internationaler Teeklatsch mit türkischen und anderen Speisen gehört ebenso dazu wie ein multikultureller Chor, verschiedene Tanz- und Fremdsprachenkurse, Bastel- und Kochangebote oder kreatives Klönen″. Ausgerichtet ist das Programm zwar auf unterschiedliche Zielgruppen, soll dabei aber trotzdem die Bewohner des Stadtteils Atter zusammenbringen. Die begleitende Arbeit durch auf Honorarbasis angestellte pädagogische Fachkräfte im Kinder- und im Jugendtreff wird von der Stadt gefördert, während die restlichen Angebote, etwa speziell für Frauen oder Senioren, selbst finanziert werden, auch über die Beiträge der derzeit fast 400 Mitglieder des Vereins Wir in Atter″.

Mit der ehrenamtlichen Arbeit wolle man auch der Vereinzelung entgegenwirken″ und die Sehnsucht nach Gemeinschaft″ stillen, betonte der erste Vorstandsvorsitzende und Schwimmschulleiter Jürgen Lampig bei der gemütlichen Plauderei an der Kaffeetafel. Umgekehrt erteilte aber auch Ministerin Rundt freimütig Auskunft darüber, wie sich ihr Arbeitsalltag gestaltet.

Bei ihrer zweiten Besuchsstation stand sie dann in der vom Christlichen Pflegedienst Bramsche betriebenen Seniorenwohnanlage Fürstenhof dem dortigen Personal Rede und Antwort. In den nächsten 30 Jahren werde sich der Pflegebedarf verdoppeln, begründete Einrichtungsleiterin Antje Schulte-Schoh einleitend die Bedeutung einer entsprechend attraktiven Ausbildung. Noch seien allerdings die Rahmenbedingungen dafür gerade auch in Niedersachsen schwierig″, konzedierte die Sozialministerin insbesondere mit Blick die hohe Arbeitsverdichtung″, die Selbstverwaltung und nicht zuletzt die vergleichsweise geringe Bezahlung.

Daher sprach sie sich für mehr kommunale Steuerungsmöglichkeiten und eine tarifgebundene und bundeseinheitliche Entlohnung aus. Auch eine Ausbildungsgeneralistik in Form der Zusammenführung etwa von Alten- und Krankenpflege könne einen Schub beim Bezahlniveau″ bewirken. Auch müssten der verantwortungsvolle″ Beruf besser dargestellt werden und die Interessen der Pflegekräfte besser vertreten werden, etwa durch die formell noch zu gründende Pflegekammer.

Aber auch die übermäßig duldsame″ Pflege selbst müsse aktiv ihre Rechte einfordern und mit mehr aktivem Engagement ihren Beitrag dazu leisten, die positiven Aspekte des Berufs besser nach außen zu tragen, ergänzte die langjährige Fürstenhof-Chefin Schulte-Schoh, die der Ministerin in Zukunft mit all ihrer Praxiserfahrung in die Politik folgen wird.

Mit gutem Beispiel voran gingen am Ende zwei Schülerinnen der Pflegeassistenz und der Heilerziehungspflege, indem sie Sozialministerin Rundt eine Petition mit Bedürfnissen und Wünschen überreichten, die Ruf und Anerkennung der Pflege verbessern sollen.

Unterwegs in Osnabrück: Landessozialministerin Cornelia Rundt, flankiert von Antje Schulte-Schoh (links) und dem Landtagsabgeordneten Frank Henning.

Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Matthias Liedtke


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