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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
380-kV-Trasse: Erdkabel oder Freileitung?
Zwischenüberschrift:
Bürgerinitiativen wenden sich an Weil
Artikel:
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Originaltext:
Hilter. Die Streitfrage, ob die 380-kV-Trasse 16 als Erdkabel und in Teilabschnitten als Freileitung gebaut wird, geht in die nächste Runde. Die an der Trasse liegen-den sechs Bürgerinitiativen (BIs) Keine 380-kV-Freileitung im Teuto″ haben sich jetzt mit einen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil gewandt. In einer ausführlichen Gegendarstellung äußern die BIs darin ihre Bedenken gegen die vorgesehenen Freileitungen in Teilabschnitten der Trasse 16 Bad Essen-Wehrendorf–Osnabrück-Lüstringen– Gütersloh. Gleichzeitig luden sie den Ministerpräsidenten ein, sich vor Ort ein Bild von der besonderen Situation in der Region zu machen.

Die Trasse ist eine von 22 Stromtrassen, auf der zukünftig Windstrom aus dem Norden in den Süden der Republik transportiert werden soll. Während das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) aktuell lediglich eine Teilerdverkabelung der Trasse vorsieht, fordern die BIs eine Vollerdverkabelung auf der gesamten EnLAG-Strecke 16, die im Osnabrücker Land von Bad Essen über Bissendorf und Osnabrück-Lüstringen, Hilter-Borgloh und Melle-Wellingholzhausen bis zur Landesgrenze nach NRW führt.

Doch dafür ist eine Novellierung des EnLAG und damit die Änderung der derzeitigen gesetzlichen Grundlagen erforderlich, für die der Ministerpräsident um Unterstützung gebeten wird.

Anstoß nehmen die BIs besonders an der geplanten Einführung der Höchstspannungsfreileitung in das Umspannwerk Osnabrück-Lüstringen, ein Stadtteil mit hoher Bevölkerungsdichte. Befürchtet wird vor allem, dass in diesem Bereich bis weiter nach Voxtrup die Mindestabstände zu Wohngebieten nicht eingehalten werden können. In der sechsseitigen Anlage zum Brief an Weil haben die BIs ihre Argumente zusammengetragen, die aus ihrer Sicht für eine Erdverkabelung sprechen. Zum einen wird auf die höhere Akzeptanz in der Bevölkerung verwiesen, die nicht zuletzt auch den Netzausbau mangels zu erwartender Widerstände beschleunigen werde. Zum anderen werde mit der Novellierung des EnLAG und der Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen für eine Vollerdverkabelung im Sinne der BIs auf der gesamten Ausbaustrecke 16 eine rund 70 km lange Versuchsstrecke in Deutschland geschaffen. Hierdurch erhielten die Übertragungsnetzbetreiber die Möglichkeit, die Erdkabeltechnologie auf einem längeren Streckenabschnitt im Praxiseinsatz zu testen. Substanzielle Bedenken gegenüber einer alternativen überirdischen Freileitung in Teilabschnitten richten sich vor allem auch gegen gesundheitsschädigende Immissionen sowie Beeinträchtigungen in der Land- und Forstwirtschaft.

Mit einer Sternwanderung aller regionalen Bürgerinitiativen zum Schul- und Sportzentrum in Borgloh am 11. Juni soll ein starkes Signal an die politischen Entscheidungsträger in Hannover und Berlin gerichtet werden.

Bildtext:
Post für den Ministerpräsidenten: Hartmut Halden (von links), Martin Schürmeyer, Christine Höfer, Frank Vornholt, Andreas Halbrügge und Christian Bräke.
Foto:
Rolf Habben
Autor:
habb


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