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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Verfahren gegen Sportwagenfahrer eingestellt
Zwischenüberschrift:
Nach schwerem Unfall auf Martinistraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der folgenschwere Unfall auf der Martinistraße im Juni vergangenen Jahres mit einer lebensgefährlich verletzten Radfahrerin bleibt für alle Beteiligten juristisch folgenlos. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben zwei Verfahren eingestellt.

Am Abend des 6. Juni 2016 hatte der 23-Jährige aus Ostercappeln eine 49-jährige Fahrradfahrerin auf der Martinistraße mit seinem Audi erfasst. Dabei wurde die Frau Zeugen zufolge bis zu 20 Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Allerdings machten die Zeugen unterschiedliche Angaben. Auch von einem illegalen Autorennen war die Rede gewesen.

Ein Gutachten habe ergeben, dass der Audi-Fahrer zwischen 55 und 75 Stundenkilometer gefahren sei, sagt Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. Die Schätzung liegt bei 58 Stundenkilometern. Die Aufprallgeschwindigkeit habe dem Gutachten zufolge 55 Stundenkilometer betragen.

Der Mann hatte bestritten, zu schnell gewesen und ein Rennen gefahren zu sein. Zwar hatten Zeugen das Aufheulen von Motoren gehört, doch das hätten auch andere Fahrzeuge sein können, etwa Motorräder, sagt Retemeyer. Für den Sachverständigen sei es schwierig gewesen, das Tempo des Sportwagens zu bestimmen. Der Audi und auch ein zweites Auto seien nach dem Unfall zur Seite gefahren″ worden. Daher sei der Bremsweg nicht exakt zu bestimmen, erklärt Retemeyer. Zudem konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden, woher die Frau gekommen war.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen den Audi-Fahrer ein. Die Radfahrerin hatte nach der Benachrichtigung zwei Wochen Zeit, Beschwerde einzulegen. Es ist keine eingegangen″, sagt Retemeyer am Montag nach Ablauf der Frist. Ferner stellte die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen die Radfahrerin wegen Drogenkonsums ein. Die 49-Jährige war zum Zeitpunkt des Unfalls stark alkoholisiert (1, 9 Promille) gewesen und hatte unter Drogeneinfluss gestanden.

Derweil lässt der vom Stadtrat beschlossene Blitzer an der Martinistraße weiterhin auf sich warten. Stadtbaurat Frank Otte bestimmte mit den beteiligten Dienststellen einen möglichen Standort, teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit. Bevor das Vergabefahren für die Anlage begonnen werden kann, muss das niedersächsische Innenministerium ihn aber noch absegnen.

Mehr Verkehrsthemen unter noz.de/ blaulicht
Autor:
yjs


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