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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vorfreude auf den neuen Vorplatz
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum: Der Umbau am Sutthauser Bahnhof soll in einem Jahr fertig werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein großer Plan für den Sutthauser Bahnhof, ein kleines Häuschen für austherapierte Suchtkranke und zu schnelle Autos an der Rennbahn: Diese Themen beschäftigten das Bürgerforum Sutthausen.

Osnabrück. Ein Wunsch geht in Erfüllung: Engagierte Sutthauser setzen sich seit wenigstens 20 Jahren für die Erneuerung ihres Bahnhofsvorplatzes ein. Die Verwaltung arbeitete an einem Plan, den sie den Sutthausern auch zeigte, doch weil keine Taten folgten, verwandelte sich die Vorfreude im Laufe der Jahre in Frust, der nun wieder verfliegen dürfte.

Denn: Das Gelände entlang des Sutthauser Bahnhofs soll ein Platz mit einer Ausstattung werden, die es in Osnabrück bisher noch nicht gegeben hat. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger können dann auf Bus oder Bahn umsteigen, und elektrisch betriebene Fahrzeuge vom Fahrrad bis zum Omnibus können hier aufgeladen werden. In wenigen Wochen sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Stadt hat bereits ein Grundstück südwestlich des bisherigen Parkplatzes abgeholzt und will es jetzt auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg untersuchen.

Auf dem gesamten Gelände wird zunächst gebuddelt, um Regenkanäle, Gas- und Stromleitungen zu verlegen. In einem Jahr soll der Platz fertig sein. Wie er dann aussehen wird, beschrieb Michael Wellmann vom städtischen Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ so: Rechts und links der Hermann-Ehlers-Straße entstehen neue Bushaltestellen, der Parkplatz soll 42 Autos aufnehmen, 56 Fahrräder und Pedelecs passen unter das geplante Dach und für alle stehen Ladesäulen zur Verfügung. Anwohner fragten auch nach der Zukunft des rostigen Wartehäuschens von Volker Johannes Trieb. Wie Wellmann berichtete, soll das Werk des Künstlers auch künftig zum Platz gehören. Es soll jedoch so aufgestellt werden, dass die Wartenden künftig weniger dem Wind und dem Regen ausgesetzt sind. 1, 3 Millionen Euro soll das gesamte Vorhaben kosten, das Land Niedersachsen übernimmt davon 590 000 Euro.

Bis April 2018 werden Autofahrer je nach Bauphase mit verschiedenen Umleitungen sowie mit wechselnden provisorischen Zu- und Abfahrten rechnen müssen. Thomas Schniedermann von den Stadtwerken erläuterte, dass der Busverkehr während der Bauzeit stadteinwärts wie gewohnt verlaufen soll, jedoch stadtauswärts ab Montag, 24. April, einen Umweg über die Malberger Straße nehmen wird.

SPD-Politiker Ulrich Hus teilte mit, dass in der Nachbarschaft des Marienheims eine Sozialeinrichtung entstehen soll: Auf einem Grundstück neben einer Gärtnerei zwischen dem Gröbelweg und der Riesenallee plant das Stephanswerk eine Nachsorgeeinrichtung für die Fachklinik Nettetal mit 10 Betreuungsplätzen. Wie Ulrich Saremba, Geschäftsführer des Stephanswerks, am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte, sollen sich austherapierte Suchtkranke″ in einer Hausgemeinschaft wieder auf das Alltagsleben vorbereiten und dabei vom Caritasverband betreut werden: Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer mit eigenem Sanitärbereich. Der Hausgemeinschaft stehen darüber hinaus weitere Gemeinschaftsräume im Haus zur Verfügung.″

Die Bauweise sei bereits mit Denkmalpflegern und Stadtplanern abgestimmt worden als eingeschossige, leichte Bauweise. Demnach besteht die Fassade aus einem Mix aus Putz, Holz und Glasoberflächen. Die Gebäudefläche soll 430 Quadratmeter betragen.

Anwohner der neuen Siedlung an der Rennbahn ärgerten sich im Bürgerforum über zu schnelle Autos, die von der Hermann-Ehlers-Straße kommen oder eilig auf dem Weg dorthin sind. Sie gefährdeten die 60 oder mehr Kinder, die in der Umgebung leben. Was tun: Aufpflasterungen? Berliner Kissen? Letztere könnten auch ihre Wirkung verfehlen, wie Michael Wellmann erläuterte: Viele Autofahrer umfahren sie und fahren dann auf den Gehwegen.″ Ein Anwohner wünscht sich, dass eine Eiche an der Ecke zum Eichenkamp gefällt wird, damit Kinder die Straße besser einsehen können. Die Zustimmung hielt sich in Grenzen, und Hans Schröder vom Osnabrücker Servicebetrieb machte dem Anwohner keine große Hoffnung darauf, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann.

Weitere Berichte aus den Stadtteilen auf www.noz.de/ os

Bildtext:
Abgeholzt: Das Gelände vor dem Sutthauser Bahnhof wird derzeit auf den großen Umbau zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe vorbereitet. Ein Jahr sollen die Bauarbeiten dauern. Darauf haben die Sutthauser lange gewartet.

Foto:
Stephanie Kriege
Autor:
Jann Weber


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