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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Haster Kita-Kinder bauen Insektenhotels
Zwischenüberschrift:
Kindergarten kooperiert mit der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Kinder der Städtischen Kindertagesstätte Haste bekommen momentan Besuch von Janina Voskuhl von der Arbeitsgruppe Zoologie, Ökologie und Naturschutz der Hochschule. Sie führt mit den Vorschulkindern ein Bienenprojekt durch.

Osnabrück. Auf der Terrasse der Städtischen Kindertagesstätte Haste sind an diesem Tag einige Erwachsene und 15 Vorschulkinder eifrig am Bauen und Basteln. Anna Pillar und Friedhelm Scheel von der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land stehen startklar neben zwei Standbohrmaschinen sowie einer Schubkarre und einem Karton voller Baumscheiben. Mein Enkel ist hier im Kindergarten, so entstand der Kontakt″, berichtete Scheel, der die Bienenexpertin und den Kindergarten zusammenbrachte.

In der Kita zu Gast war Voskuhl zuvor schon einmal an einem anderen Vormittag: Das war der Einstieg, wir haben darüber geredet, was Bienen fressen. und eine Sommerblumenmischung in einem Blumenkasten ausgesät.″ Im Sommer wolle sie zusammen mit den Kindern schauen, was daraus geworden sei. Außerdem wollen alle dann gucken, ob Bienen in die Insektenhotels gezogen sind, die gerade alle zusammen bauen. Davon abgesehen hätten die Kinder schon gelernt, dass es über 360 Wildbienenarten gibt und im Raum Osnabrück 90 davon leben.

Derweil darf Achmed (6) mit der Standbohrmaschine und Scheels Hilfe Löcher in eine große Buchenholzscheibe bohren. Das hat Spaß gemacht″, findet der Sechsjährige, und Marlene (6) stimmt ihm zu. Außerdem verkündet sie: Ich habe schon mal mit einer Bohrmaschine gebohrt, und vor Bienen habe ich keine Angst nur ein bisschen, weil die stechen.″

Das tun Wildbienen allerdings nur, wenn sie sich bedroht fühlen, klärt Voskuhl auf. Normalerweise fliegen sie weg. Und die Männchen, die in Schwärmen auftreten, stechen gar nicht.″ Inzwischen ist auch Noah (5) mit dem Bohren fertig und berichtet: Jetzt male ich das an.″ – „ Boah, ist die schwer″, ruft er, als Scheel ihm seine Baumscheiben vorsichtig überreicht.

Es ist unser Anliegen, die Kulturlandschaft und die Lebewesen den jungen Menschen näherzubringen″, sagt Scheel in einer Pause, bevor die nächste Gruppe mit 15 Kindern loslegt. Ihn begeistert beim Zuschauen: Die Kinder nehmen die Informationen auf und mit in ihre Welt. So läuft das.″

An einer Biergartengarnitur sitzen weitere Kinder, die entweder ihre Baumscheiben anmalen oder an Voskuhls Alternativmodell arbeiten: Sie hat alte Konservendosen und Bambusstäbe in verschiedenen Längen und mit unterschiedlichen Durchmessern mitgebracht. Einige Kinder haben bereits Bambusstäbe in eine Dose gesteckt. Nun malen sie diese von außen an. Das sind meine Lieblingsfarben, und die Punkte sollen aussehen wie eine Blumenwiese″, erklärt Pauline (6).

Sonja Helmuth von der Grundschule nebenan, die die Sprachförderkinder der Kita betreut und mit Pauline zusammen malt, findet: Das ist ein ganz tolles Projekt. Es ist sehr praxisbezogen und kindgerecht aufgezogen. Solche Aktionen mit Bewegung und Spielen zwischendurch sind ideal für die Kinder.″

Voskuhl zeigt anderen Kindern inzwischen, wie sich Bienen mit ihren Fühlern begrüßen. Die Vorschulkinder machen begeistert mit. Einige probieren anschließend auch direkt die Fühlkisten aus, die Voskuhl ebenso wie den Rest des Projektes selbst entwickelt hat. In den Kisten befinden sich Schneckenhäuser, Sand und morsches Holz: Alles, was Bienen für ihre Nester nutzen″, sagt Voskuhl, als sie ein Junge am Arm zupft: Spielen wir noch mal das Spiel vom letzten Mal, das mit den Bienen und dem Verstecken?

Weitere Fotos auf www.noz.de

Bildtext:
Noah (6) schaut gespannt zu, wie Friedhelm Scheel von der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land die Standbohrmaschine bedient.

Foto:
Claudia Sarrazin


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