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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Abfallentsorgung durch Privatfirmen sorgt für hohe Gebühren
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Steigen Müllgebühren ab 2018? Abfallwirtschaft plant mit Verlust von 1, 5 Millionen Euro″ (Ausgabe vom 3. März) hat uns ein Leserbrief des Personalratsvorsitzenden des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) erreicht.

Das zweite Jahr hintereinander plant die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises Osnabrück (Awigo) mit einem Millionenverlust. Für 2018 dürfen die Bürger/
- innen des Landkreises mit einer Gebührenerhöhung rechnen.

Schaut man in die Stadt Osnabrück, bleiben den Bürger/- innen dort solche Szenarien erspart. Obwohl sie mit den Grün- und Wertstoffplätzen ein engeres Netz anbieten und im unteren Tonnensegment niedrigere Gebühren erheben. Gegenüber dem Osnabrücker Servicebetrieb unterhält zudem die Awigo ein Geschäftsmodell, das zu viel niedrigeren Personalkosten führt: Weit über ein Drittel der circa 170 Kollegen/- innen der Awigo sind sozialversicherungsfrei beschäftigt (Minijobs). Die direkte Abfuhrgesellschaft (ein gemeinsames Projekt mit dem Entsorgerriesen Remondis) zahlt gerade mal knapp oberhalb des Mindestlohns der Abfallwirtschaft.

Der OSB verzichtet auf Minijobs (dafür sorgt schon der Personalrat) und zahlt seine Beschäftigten nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes. Ach so, dazu zählen auch Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten, da verzichtet die Awigo ganz drauf. So weit zur , agilen, privatwirtschaftlich ausgerichteten Awigo′ (Martin Bäumer, CDU, am 14. Januar 2016 in der , NOZ′).

Der geneigte Landkreisbewohner fragt sich nun natürlich, warum trotzdem Verlust erwirtschaftet wird. Die Belastungen aus den Schwankungen des Entsorgungsmarktes treffen ja sowohl den , privatwirtschaftlich ausgerichteten′ als auch den kommunalen Betrieb, der tariflich bezahlte Arbeitsplätze anbietet. Vielleicht liegt es ja schlicht daran, dass man privatwirtschaftlich ausgerichtet ist?!

Für jede Aufgabe wird eine GmbH gebildet (haben die Kreispolitiker hier eigentlich noch den Überblick?), und die gehen dann wieder mit Privaten Partnerschaften ein, die davon geprägt sind, dass ein Teil der erwirtschafteten Erträge an die Privaten ausgeschüttet werden müssen? Vielleicht sollte im Landkreis die Diskussion um eine wirkliche Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft begonnen werden!

Wilhelm Koppelmann

Bramsche
Autor:
Wilhelm Koppelmann


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