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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zoo baut Geier-Gehege um
Zwischenüberschrift:
Im Sommer neue Bewohner – Männchen Negro jetzt in England
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachdem das Mönchsgeiermännchen Negro den Osnabrücker Zoo in Richtung England verlassen hat, wird seine Voliere nun aufwendig umgebaut. Im Sommer soll dort ein neues Geier-Pärchen einziehen.

Osnabrück. Mönchsgeier-Männchen Negro lebte 20 Jahre am Schölerberg zuletzt alleine. Jetzt hat Negro wieder ein Weibchen an seiner Seite″, wird Kirsten Bischoff, Leiterin des Vogelreviers, in einer Mitteilung des Zoos zitiert.

Negros neue Heimat ist demnach das Hawk Conservancy Trust″ in Weyhill (Hampshire). Bischoff, die das Tier auf der Reise nach Südengland begleitete, hatte sich zuvor 16 Jahre lang um den Greifvogel gekümmert.

Am Dienstag lernte Negro an neuem Ort bereits sein neues Weibchen kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und waren sofort aneinander interessiert, heißt es in der Zoo-Mitteilung.

Für den Umzug des Geiers gab es laut Zoo verschiedene Gründe: Zum einen steht ein größerer Umbau der Voliere an, zum anderen war im Herbst 2016 das Osnabrücker Mönchsgeier-Weibchen krankheitsbedingt verstorben″, so Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück und Vogelkurator.

Daher organisierte die Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtbuchs für Mönchsgeier, dass Negro in einem neuen Zuhause wieder auf ein Weibchen trifft und so ein weiteres europäisches Zuchtpaar zustande kommt.

Die Osnabrücker Geiervoliere, in der Negro bislang lebte, ist in die Jahre gekommen. Im Herbst vergangenen Jahres übergab uns die Haarmann Stiftung Umwelt und Natur einen Scheck über 50 000 Euro. Dank dieser Unterstützung können wir den dringenden Umbau der Geiervoliere vornehmen″, sagt Wulftange.

Für Negro war es das Beste, vor den Bauarbeiten in einen anderen Zoo umzuziehen. Ansonsten hätte er mehrere Wochen bei uns hinter den Kulissen verbringen müssen denn die Anlage wird vergrößert, umstrukturiert, und wir tauschen das Netz aus. So ist die Voliere für eine längere Zeit offen.″

Der Umbau soll im Sommer abgeschlossen sein und dann wird der Osnabrücker Zoo auch ein neues Mönchsgeier-Paar bekommen. Die Tiere sollen dann mit einer weiteren gefährdeten Vogelart zusammenleben: der Waldrappe.

Diese Ibisse sind etwa gänsegroß und gelten als vom Aussterben bedroht. Die Voliere wird den neuen Bewohnern den Angaben des Zoos zufolge doppelt so viel Platz bieten wie zuvor.

Mönchsgeier gelten laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN als potenziell gefährdet. In der Wildbahn in Südeuropa und Zentralasien leben nur noch zwischen 7200 und 10 000 Paaren. Der Osnabrücker Zoo beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtbuch der zoologischen Gärten, das wiederum an einem Auswilderungsprojekt teilnimmt.

Am Schölerberg war die Nachzucht von Mönchsgeiern bereits einige Male geglückt, und zweimal konnten Jungvögel über das Zuchtbuch und das Projekt in Frankreich und Spanien ausgewildert werden.

Alle Neuigkeiten aus dem Osnabrücker Zoo auf noz.de/ zoo

Bildtext:
Mönchsgeier Negro lebt nun im englischen Vogelpark Hawk Conservancy Trust″ wieder mit einem Weibchen zusammen.

Foto:
Zoo Osnabrück/ Birgit Strunk
Autor:
pm


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