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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Indische Pflanze breitet sich in Atter aus
Zwischenüberschrift:
Über Respekt im Bürgerforum, Neophyten in Atter und wegbrechende Strukturen am Stadtrand
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Appell des Oberbürgermeisters, eine alte Eiche, eine heimliche Westumgehung, die Entwicklung am Rubbenbruchsee und die Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts am Gut Leye: Mit Themen wie diesen beschäftigte sich das Bürgerforum Atter.

Osnabrück. Am Anfang stand ein Appell des Oberbürgermeisters: Die Ratsvorsitzende Eva-Maria Westermann las als Moderatorin des Bürgerforums aus einem Brief vor, den Wolfgang Griesert verfasst hatte. Darin bat er die Besucher des Bürgerforums um einen respektvollen Umgang miteinander.

Hintergrund war ein Beschwerdebrief, den Manfred Niemann und Paul Bartelt Hirschberg vom Verein Bürgerforum Atter für Umwelt und Soziales″ dem Oberbürgermeister im Herbst vergangenen Jahres zugesandt hatten. Sie hatten damit ihre Empörung über Besucher des Bürgerforums geäußert, die der SPD und der CDU angehören und sich in der vergangenen Sitzung kritisch gegenüber Akteuren des Vereins geäußert hatten. Grieserts Appell sorgte nun allerdings für überraschte Gesichter: Beobachter des Bürgerforums hatten die Diskussionen zwischen den Gruppen im Herbst nicht als respektlos empfunden und wunderten sich über die empörte Reaktion der Vereinsmitglieder.

Auch für dieses Bürgerforum hatte der teils gleichnamige Verein Bürgerforum Atter für Umwelt und Soziales″ Tagesordnungspunkte angemeldet. Eine Anfrage des Vereins betraf den Friedhof Atter: Bürger seien besorgt darüber, dass die Stadt plane, den Friedhof des Stadtteils aus Kostengründen zu schließen. Stadtbaurat Frank Otte gab Entwarnung: Derartige Pläne existierten nicht. Der Friedhof Atter sei nicht in Gefahr.

Der Verein wünschte auch Aufklärung darüber, ob die Bäume im Umfeld der Landrat-von-Ostman-Straße und In der Strothe bei der Neubebauung genügend geschützt worden sind und ob sich die Eigentümer an die Baugenehmigung aus dem Jahr 1980 gehalten haben. Kürzlich war dort eine Eiche gefällt worden. Stadtbaurat Otte erläuterte: Das Bauvorhaben war nicht der Grund, weshalb der Baum gefällt werden musste.″

Der Verein Bürgerforum für Umwelt und Soziales″ bemängelt, dass auf der Straße Zum Flugplatz″ im oberen Abschnitt Ausweichmöglichkeiten fehlten. Ein Ausbau sei nicht geplant, berichtete der Stadtbaurat und sei auch nicht hilfreich, denn die Folge seien mehr Verkehr und höhere Geschwindigkeiten. Anwohner bezeichneten die Straße als heimliche Westumgehung. Sie forderten: Die Stadt müsse sich um eine geeignete Westumgehung kümmern.

Würde ein Zebrastreifen auf der Wersener Landstraße dabei helfen, dass Autos dort langsamer fahren? Diese Frage beschäftigt den Verein ebenfalls. Frank Otte erläuterte: Zebrastreifen sind kein Element zur Geschwindigkeitsreduzierung.″ Was den Schutz für Fußgänger angeht: Otte kündigte eine Verkehrszählung an, mit der die Verwaltung ermitteln will, ob ein Zebrastreifen möglich ist.

Annette Niemann vom Verein Bürgerforum Atter für Umwelt und Soziales″ kritisierte einen Stillstand bei der Entwicklung am Rubbenbruchweg hin zum See: Die Verwaltung suche keine Lösung gemeinsam mit den Bürgern. Ihr Verein hatte diese Frage formuliert: Warum wird der Bau am Rubbenbruchsee politisch boykottiert? Dies sei nicht der Fall, widersprach der Stadtbaurat und verwies auf zwei öffentliche Beteiligungsphasen. Es sei eine rechtliche Auseinandersetzung um die Rohbauruine zu erwarten. Und auf dem geplanten Parkplatz müsse eine artenschutzrechtliche Untersuchung wiederholt werden, die ein Jahr dauern werde.

Unfallgefahr an der Ecke Leyer Straße/ Am Flugplatz: Der Atteraner Hans-Jürgen Groth sprach von einer unübersichtlichen Situation stadteinwärs bei Dunkelheit. Otte berichtete dagegen, eine Verkehrsschau habe keine erhöhte Unfallgefahr feststellen können. Ratsvorsitzende Westermann riet: Das muss im Blick bleiben.″

Groth wünscht sich von den Stadtwerken einen günstigen Bustarif für Fahrten aus Atter zum Einkaufen im Umfeld des Eversburger Platzes zumal es in Atter keine Möglichkeiten zum Einkaufen gibt. Stephan Rolfes von den Stadtwerken erfüllt ihm den Wunsch nicht: Er kündigte jedoch ein Bestprice-System an.″ Unabhängig davon wünscht sich Eva-Maria Westermann von Bürgern: Halten Sie es uns vor Augen, wenn Strukturen wegbrechen es ist wichtig, bei dem Thema am Ball zu bleiben.″

Volker Hunsche machte die Verwaltung auf die Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts an den Straßen in der Nähe des Gutes Leye aufmerksam. Der aus Indien stammende Neophyt breite sich stark aus und verdränge die heimische Flora. Ein weiterer Neophyt in Atter ist der Riesenbärenklau.

Aus den Bürgerforen berichten wir auch im Internet auf noz.de/ os

Bildtext:
Eine Pflanze aus Indien: Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) breitet sich in Atter aus.

Foto:
imago/ Blickwinkel
Autor:
Jann Weber


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