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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fahrradwerkstatt sucht dringend Helfer
Zwischenüberschrift:
„Lim-Bike″am Limberg: Flüchtlinge helfen sich selbst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Seit Herbst vergangenen Jahres existiert in der früheren Limberg-Kaserne eine Fahrradwerkstatt für die dort untergebrachten Flüchtlinge. Die Organisatoren hatten jetzt zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Der 24-jährige Ahmed legt den Schraubenschlüssel zur Seite. Er hat eben die Spannschrauben für die Kette nachgezogen. Dann löst er das Fahrrad aus dem Reparaturständer und schiebt es nach draußen. In seiner Heimat im Sudan hat er nie etwas mit einer solchen Reparatur zu tun gehabt. Ich habe in einem Café gearbeitet, da war höchstens einmal die Espresso-Maschine kaputt″, erklärt er.

Dass Ahmed jetzt die Kettenschaltung und das Licht reparieren kann, ist das Verdienst von Dietmar Seeber und Albrecht Weitershaus. Sie haben die Fahrradwerkstatt in Haus 99 auf dem Limberg-Gelände ins Leben gerufen, unterstützt vom ADFC und den Johannitern, die für die Unterkünfte dort verantwortlich sind. Es ist ein Selbsthilfeprojekt, das die Neuankömmlinge hier, die zumeist aus dem Sudan und Simbabwe kommen, selbstständiger machen soll″, sagt Seeber.

Sie wissen in der Regel nichts von den deutschen Sicherheitsvorschriften. Da könnte es schnell mal Ärger mit der Polizei geben″, fügt sein Kollege Weitershaus an. Deshalb muss den Flüchtlingen vermittelt werden, dass zu einem sicheren Fahrrad auf alle Fälle zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen gehören und intaktes Vorder- und Rücklicht. Das erklären wir ihnen neben der fachmännischen Reparatur natürlich auch″, sagt er.

Die Lim-Bike″-Werkstatt hatte am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen. Einerseits sollte der Reparaturbetrieb vorgestellt werden, doch vorherrschend wollten Seeber und Weitershaus Mitmacher gewinnen. Wir sind hier gegenwärtig sechs Personen, die mit den Flüchtlingen zusammenarbeiten.″ Da alle berufstätig sind, reicht das nicht aus. Wir suchen Interessenten, die schon am Nachmittag Zeit haben und handwerkliches Geschick mitbringen″, erklärt Seeber. Englischkenntnisse sind ebenfalls erwünscht, da viele der Flüchtlinge erst kurze Zeit in Deutschland sind.

Lim-Bike″ sucht aber noch mehr als Mitmacher. Ein wenig finanzielle Unterstützung wäre schön, sagen beide. Denn es werden immer wieder Ersatzteile gesucht, da die alten Räder, die hier ausgeschlachtet werden, nicht alles bieten können. Bremszüge und anderer Kleinkram sind zwar in der Regel vorhanden, wenn es sich jedoch um etwas teurere Teile handelt, wird es finanziell eng. Da würden wir uns über jeden freuen, der uns da hilft.″

Bildtext:
Achmed (24) aus dem Sudan schraubt in der Fahrradwerkstatt Lim-Bike″ am Rad.

Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
iza


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