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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Spaß am Experimentieren
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Schüler erfolgreich bei „Jugend forscht″
Artikel:
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Originaltext:
Autonome Roboter, batteriebetriebene Modellautos, Alternativen für Plastik, maschinelles Sehen für Jugend forscht″ sind Osnabrücker Schüler auch dieses Jahr wieder sehr erfinderisch gewesen. Beim Regionalentscheid in Lingen gab es zahlreiche Erstplatzierungen und Sonderpreise.

Osnabrück/ Lingen. Wenn in der Eingangshalle der BBS Lingen verschiedene Stände mit Plakaten, Laptops und Tablets aufgebaut und zwischen herumwuselnden Kindern interessante Modelle und Entwürfe zu sehen sind, dann ist es wieder einmal so weit: Unter innovativen und spannenden Ideen und Projekten müssen die Sieger des Regionalentscheids für Jugend forscht″ und Schüler experimentieren″ im Emsland ausgewählt werden.

Insgesamt haben 147 Schüler mit den unterschiedlichsten Ideen und Entwicklungen ihr Bestes gegeben. Die Projekte wurden am Donnerstag schon den Fachjuroren präsentiert, die aus Lehrkräften von berufs- und allgemeinbildenden Schulen, Vertretern von Hochschulen, der Industrie oder Naturschutzverbänden besteht. Freitag war die Stimmung etwas lockerer: Die Teilnehmer konnten ihre Projekte neugierigen Besuchern und ihren Mitstreitern vorstellen.

Osnabrücker Schüler erreichten fünfmal den ersten Platz und qualifizierten sich so für den Landesausscheid. Unter ihnen ist auch Carla Mücke, die mit ihrem Projekt Luftreinigung mit dem Ionisator″ bei Schüler experimentieren″ im Fachgebiet Arbeitswelt″ den ersten Platz gemacht hat. Die Schülerin vom Ernst-Moritz Arndt-Gymnasium testete dabei einen Ionisator auf seine Schultauglichkeit.

Gerät reinigt die Luft

Das Gerät soll mithilfe von Ionen, die es über Hochspannung erzeugt, die Luft reinigen. Durch Versuche im Klassenzimmer konnte Clara das bestätigen: Danach riecht es aber nach Ozon, wie wenn man einen Laserdrucker benutzt.″Jetzt will die Schülerin herausfinden, ob die freigesetzte Menge an Ozon gesundheitsschädlich ist.

Mit 73 Projekten liege man im Vergleich zu den Vorjahren im Durchschnitt, sagt Markus Vogel, Wettbewerbsleiter des Emsland-Entscheids. Während die Teilnehmerzahl in der Altersklasse Schüler experimentieren″ in den letzten Jahren zugenommen hat, wurde sie bei Jugend forscht″ weniger. Wir hoffen, dass durch die Umstellung auf G9 bald wieder mehr 15- bis 21-Jährige Zeit haben, sich neben der Schule mit Forschungsprojekten auseinanderzusetzen.″ Bei den diesjährigen Projekten sei, wie auch in den letzten Jahren, kein besonderer Trend bei den Themen erkennbar. Einige Ideen tauchen in ähnlicher Form immer mal wieder auf, aber es gibt auch jedes Jahr wieder neue und innovative Ansätze″, so Vogel. Der Biologielehrer freut sich besonders, dass dieses Jahr wieder mehr Biologieprojekte präsentiert wurden. Es fällt auf, dass einige Schüler sich mit aktuellen Problemen und Fragestellungen in der Welt auseinandergesetzt haben.″

So gab es viele Überlegungen zu Nachhaltigkeit oder Klima- und Umweltschutz. Auch Josephine Bormann und Shona Stanton vom Gymnasium Carolinum haben sich mit diesem Thema beschäftigt: Durch das Erhitzen von Milch und Essig stellten sie eine Masse her, die als Ersatz für Plastik dienen kann.

Markus Vogel und Thomas Biedermann, Wettbewerbsleiter auf Landesebene, sind sich einig, dass die Teilnahme am Wettbewerb eine sehr gute Vorbereitung auf das Studium ist. Viele Teilnehmer gehen auch beim Studium in eine ähnliche Richtung″, stellt Vogel fest. Darin liege auch das große Plus″ des Wettbewerbs: Schüler befassen sich außerhalb der Schule mit Themen und Fragestellungen, für die sie sich begeistern können.

Schon zum zweiten Mal tat das Marvin Lenjer vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Auf dem letztjährigen Landesausscheid wurde er Zweiter und verpasste so nur knapp das Bundesfinale. Da war der Akku noch sehr provisorisch, jetzt ist er alltagstauglicher″, freut sich der 17-Jährige, der ein effizientes und sicheres Akkusystem entwickelt hat.

In der jüngeren Altersgruppe rechneten Tobias Goltermann und Felix Hune vom Gymnasium Carolinum mit der Unendlichkeit und schafften damit den ersten Platz. Wir fanden das Thema kompliziert, also wollten wir uns damit befassen″, erklärt Tobias. Der Mut dieser Schüler experimentieren″-Teilnehmer wurde belohnt auch sie qualifizierten sich für den Landesausscheid.

Die Siegerwahl und die Platzierungen waren keine einfachen Entscheidungen für die 48 Juroren. Anhand eines Kriterienkatalogs und kritischer Rückfragen bei den Präsentationen der Schüler konnten sie sich einen Überblick verschaffen. Neben dem Inhalt wurde besonders darauf geachtet, wie die Idee für das Projekt entstanden ist, und vor allen Dingen, wie eigenständig der Teilnehmer seine Ideen entwickelt und umgesetzt hat. Dadurch, dass die Juroren aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, konnten verschiedene Sichtweisen bei der Beurteilung der Projekte mit einfließen. Immer wieder tauchen bei Projekten der Schüler völlig neue Lösungsansätze und Denkrichtungen auf auch für die Jury kann es eine Herausforderung sein, sich darauf einzulassen″, so Vogel. Für ihn sei es insgesamt besonders schön zu sehen, dass jedes Jahr viele Schüler auch nach dem Wettbewerb an ihren Projekten weiterarbeiteten und dann im nächsten Jahr erneut und mit verbesserten und weiterentwickelten Ideen anträten.

Mehr Informationen vom Regionalentscheid finden Sie auf noz.de/ jugend-forscht

Bildtext:
Nochmal weiterentwickelt hat Marvin Lenjer seinen Akku-Prototypen vom letzten Jahr.

Nicht fürs Klassenzimmer geeignet ist der Ionisator laut Carla Mücke, Schülerin am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Sie belegte mit ihrem Projekt den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt″.

Fotos:
Laura Lehmkuhl

Die Erstplatzierten und Sonderpreis-Träger aus Osnabrück und Umgebung

Die Erstplatzierten: Marvin Lenjer (EMA-Gymnasium, Jugend forscht, Fachbereich Chemie, Entwicklung eines Akku-Prototyps″); Liam Riechardt (Ratsgymnasium; Jugend forscht, Fachbereich Mathematik/ Informatik, Maschinelles Sehen zur triangulativen Erfassung von Bewegungen″); Carla Mücke (EMA-Gymnasium, Schüler experimentieren, Fachbereich Arbeitswelt, Luftreinigung mit dem Ionisator″); Clara Langkutsch (Carolinum, Schüler experimentieren, Fachbereich Biologie, Der neue , Dünger′ Mit Homöopathie Pflanzen und Umwelt schonen); Tobias Goltermann und Felix Hune (Carolinum, Schüler experimentieren, Fachbereich Mathematik/ Informatik, Probleme in der Unendlichkeit″).

Sonderpreise: Jascha Borck, Dirk Meyer und Louis Hagemann (BBS Haste, Jugend forscht, Fachbereich Arbeitswelt, Eine grüne Klimaanlage für unsere Schule″): Sonderpreis der Handwerkskammer; Yannik Schmidt und Janos Grewatsch (Gymnasium In der Wüste″, Jugend forscht, Fachbereich Arbeitswelt): Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe; Marvin Lenjer (EMA-Gymnasium, Jugend forscht, Fachbereich Chemie, Entwicklung eines Akku-Prototyps″): Preis der regionalen Wirtschaft; Florian Brockkötter (EMA-Gymnasium, Jugend forscht, Fachbereich Chemie, Azofarbstoffe im Potenzialtopf″): Sonderpreis der Hochschule Osnabrück; Daniel Gusew (Ratsgymnasium, Jugend forscht, Fachbereich Chemie, Herstellen eines alternativen biologisch abbaubaren Kunststoffes″): Sonderpreis Umwelttechnik; Felix Siemer, Manuel Bröcker, George Lekiashvili (Ursulaschule, Schüler experimentieren, Fachbereich Arbeitswelt, Lightballs″): Sonderpreis für Innovation.
Autor:
Laura Lehmkuhl, Vincent Buß


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