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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Dörthe und Sophie reichern Nährstoffe an
Zwischenüberschrift:
Mit der „Biofortifikation″ von Nahrungsmitteln Menschen in Entwicklungsländern helfen
Artikel:
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Originaltext:
Den Prozess der Biofortifikation″, also der Optimierung des Mineralstoffgehalts bei Pflanzen, präsentieren Dörthe Winkler und Sophie Beckord vom Osnabrücker Gymnasium In der Wüste″ beim Jugend forscht″-Regionalentscheid in Lingen.

Osnabrück. Weil ihre tägliche Nahrung zu wenig Mikronährstoffe enthält, leiden viele Menschen auf der Welt besonders in Entwicklungsländern an einer Unterversorgung mit Zink oder Eisen und haben dadurch schwere gesundheitliche Probleme. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man das ändern könnte″, erklären Dörthe und Sophie ihre Motivation für ihr Projekt. Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich auch viele Forscher weltweit mit der Fragestellung, wie der Gehalt an Mineralstoffen in Pflanzen insbesondere in Getreidesorten optimiert werden kann. Biofortifikation″ ist die Lösung. Dörthe und Sophie gingen also diesem Prozess und damit der Frage nach, wie Pflanzen mit lebensnotwendigen Nährstoffen wie Zink und Eisen angereichert werden können.

Als Forschungsobjekt entschieden sich die beiden Schülerinnen für das Grundnahrungsmittel Weizen. Über drei Wochen hinweg züchteten sie Weizenpflanzen in Bechern mit verschiedenen Böden und unter unterschiedlichen Bedingungen: Einem Becher jeder Bodenart wurde Zitronensäure und einem anderen Brausepulver hinzugefügt. Ein dritter Becher diente jeweils zur Kontrolle, hier wurde nichts zusätzlich zugegeben. Die äußeren Einflüsse wie Licht, Wasser oder Temperatur waren bei allen Pflanzen gleich. So wollten wir herausfinden, unter welchen Voraussetzungen die Weizenpflanze Metallionen aus dem Boden und damit Mineralstoffe wie Eisen oder Zink am besten aufnehmen kann″, erläutert Sophie. Durch Säure können gebundene Metallionen im Boden aufgelöst werden, und so kann die Pflanze diese besser aufnehmen″, fügt Dörthe hinzu, die bereits zum vierten Mal bei Jugend forscht″ antritt.

Dieses Phänomen hat sich auch in dem Ergebnis des Versuchs gezeigt: Am Ende der Testphase konnten die beiden Schülerinnen messen, dass die Weizenpflanzen in den Zitronensäure-Böden zwar kleiner, aber deutlich schwerer waren als die anderen. Die höhere Biomasse lasse darauf schließen, dass diese Pflanzen durch die Säure mehr Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen konnten, fassen Dörthe und Sophie ihr Experiment zusammen. Die jungen Forscherinnen versuchten mit verschiedenen Chemikalien abschließend den genauen Eisengehalt der Pflanzen zu messen, um ihr Ergebnis mit Zahlen belegen zu können. Weil ihnen für ganz genaue Daten das richtige Equipment fehlte, kamen sie hier allerdings nur zu einem recht groben Ergebnis, sodass sie sich auf ihre Vermutungen verlassen mussten. Durch das Projekt haben wir viel dazugelernt, vor allem, weil wir uns mit neuen Dingen außerhalb des Unterrichts beschäftigt haben″, sind sich die beiden Schülerinnen einig.

Bildtext:
Die Steigerung des Mineralstoffgehalts bei Weizen erforschten Sophie Beckord (links) und Dörthe Winkler.

Foto:
Egmont Seiler

52. Runde von Jugend forscht″

Osnabrück. Heute und morgen findet der Regionalentscheid des Wettbewerbs Jugend forscht″ mit Projekten von Schülern und Schülerinnen verschiedener Osnabrücker Schulen in Lingen statt. Die Teilnehmer starten in den Altersklassen Schüler experimentieren″ (bis 14 Jahre) und Jugend forscht″ (15 bis 21 Jahre) beim Emsland-Entscheid. Die Wettbewerbsprojekte müssen sich auf eines von sieben Fachgebieten beziehen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/ Informatik, Physik oder Technik. Die Sieger des Regionalentscheids qualifizieren sich für den Landeswettbewerb. Wer dort ebenfalls überzeugt, darf beim Bundesfinale im Mai in Erlangen starten.
Autor:
Laura Lehmkuhl


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