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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Förderschulen erhalten
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Kampf um die Förderschulen″ (Ausgabe vom 26. Januar).

Für mich ist es erfreulich zu hören, dass Lehrer, Eltern und auch ehemalige Schüler den Kampf gegen die politisch-ideologisch motivierte Auflösung der Förderschulen in Niedersachsen noch nicht aufgegeben haben. Hier geht es um das Wohl und die Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche, die zu den Schwächeren in der Gesellschaft gehören und die keine Lobby haben.

In jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit der Comeniusschule in Georgsmarienhütte haben wir als Jugendhilfeeinrichtung das segensreiche Wirken dieser Förderschule erleben können für Kinder und Jugendliche, die viel Ausgrenzung erfahren haben, weil sie mit den Leistungsstandards, die schon im Bereich der Grundschule vorgegeben werden, nicht klarkommen und nicht selten mit Auffälligkeiten reagieren.

Über viele Jahre haben wir die Erfahrung machen können, dass mit dem Besuch der Förderschule den Schülern die Voraussetzungen für eine echte Teilhabe an der Gesellschaft geboten wird. Viele erreichen den Hauptschulabschluss, die Vorbereitung und Begleitung auf dem Weg ins Berufsleben ist vorbildlich. Auch die Rückkehr an die Regelschule, bei entsprechender Förderung, hat sich nie als Problem erwiesen.

Der Weg der Abschaffung der Förderschulen ist der falsche Weg zur Inklusion. Zwei Förderstunden in der Woche sind keine Alternative zum ganzheitlichen Ansatz der Förderschulen. So wie Eltern zwischen Gymnasium und anderen Schulformen wählen können, muss es auch die Förderschule als Alternative geben. Ein gemeinsamer Unterricht für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen ist ein wichtiges gesellschaftliches Ziel, dafür müssen aber zunächst Rahmenbedingungen in Schulen geschaffen werden. Nicht erst nützliche und bewährte Strukturen abbauen und Kosten sparen und dann darauf hoffen, dass sich Inklusion dann schon ergeben wird. Die Förderschule muss erhalten bleiben, bis die Schullandschaft inklusiv gestaltet ist.″

Franz Schuten

Hagen
Autor:
Franz Schuten


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