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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Elite-Plattenbau und Westumgehung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Aufregung um Weststraße und neue Häuser Anwohner nehmen Pläne für den Finkenhügel mit Skepsis auf Bauland soll nur 20 Euro gekostet haben″ (Ausgabe vom 13. Januar).

Wie bereits öffentlich bekannt wurde, sind wir, die Bewohner und Nutzer […] der Wagenburg Osnabrück, unmittelbar von den Bebauungsplänen der Stadt betroffen: Ausgerechnet im Übergangsbereich zu einem Naherholungsgebiet, das für die Bürgerschaft von immenser Wichtigkeit ist; fast mitten durch einen der für Osnabrück charakteristischen und sowohl stadtklimatisch als auch die Lebensqualität betreffend bedeutsamen grünen Finger sollen , nachverdichtend Wohneinheiten′ geschaffen werden. Außer sämtlichen ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten in dem Gesamtvorhaben, welches wir scharf kritisieren und mit dem Einreichen eines konstruktiven Gegenkonzeptes bei der Stadt komplett infrage stellen, geht es uns selbstverständlich nach wie vor auch um unsere eigene Existenz. Unsere online-Petition (change.org/ u/ wabos) läuft weiter! […] Wie spätestens bei der öffentlichen Erörterung der Pläne am 11. Januar 2017 im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung [...] bekannt wurde, handelt es sich bei den geplanten Wohneinheiten″ weder um ökologisch und sozial wirklich nachhaltige Bauten, noch kann verkehrstechnisch davon ausgegangen werden, dass das Problem , Individualverkehr′ (Emissionswerte, Lärmbelästigung, Parkprobleme) damit auch nur ansatzweise gelöst würde im Gegenteil. Der Bau einer Westumgehung ob konkret oder durch offen gelassene Hintertürchen ist der verkehrte Ansatz. Es muss sowohl das Radfahren als auch die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs vereinfacht und bestärkt werden. Das ist ganz simpel. Die Schaffung neuer Straßen und , Wohneinheiten′ erst recht mitten durch ökologisch, sozial und kulturell relevante Flächen ist schlicht und ergreifend nicht zielführend. Die Art der geplanten Bebauung ist nicht nur aufgrund der geplanten Dichte abzulehnen, welche großflächige Bodenversiegelungen und Senkung der Lebensqualität auch für potenzielle neue Anwohner/- innen dauerhaft nach sich zöge. Sondern der vorgeschlagene Baustil (rechteckig, grau, klotzig, hoch) passt vorne und hinten nicht in das Siedlungsgebiet, und erst recht nicht zu einem Naherholungsbereich. Der reduktionistische Ausdruck , Wohneinheiten′ (zum Beispiel anstelle von , Lebensraum′) trifft es da auf den Kopf: Elite-Plattenbau. […] Welche Lebensformen fördern tatsächlich Gemeinschaft, Chancengleichheit, Umweltbewusstsein? Wer braucht vielleicht viel eher bezahlbaren Wohnraum? Wie nötig ist die Schaffung neuer , Wohneinheiten′ wirklich? Denn für wen sollen sie gebaut werden? Es ist nicht endgültig entschieden, dass am Finkenhügel überhaupt etwas gebaut werden muss: weder Wohneinheiten noch Westumgehung. Ein grüner Fleck ist nicht gleich eine Brachfläche.″

Stina Jundt
André Schulz

WabOS (Wagenburg Osnabrück) e. V.
Autor:
Stina Jundt, André Schulz


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