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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fahrzeugsperren sollen Ossensamstag sichern
Zwischenüberschrift:
Polizei geht aber von keiner besonderen Gefahrenlage aus – NDR überträgt Umzug erneut im Internet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hinter den Kulissen feilen Behörden und der Bürgerausschuss Osnabrücker Karneval (BOK) am Sicherheitskonzept für den Ossensamstag in gut drei Wochen. Für die Besucher wird sich augenscheinlich nicht viel verändern, doch sicher ist: Es wird Fahrzeugsperren an neuralgischen Punkten geben.

Osnabrück. Schon weit im Vorfeld des Osnabrücker Narrenzuges haben sich Vertreter des BOK mit Polizei, Feuerwehr, Stadtwerken, der Stadtverwaltung und dem Technischen Hilfswerk (THW) auf Grundzüge eines neuen Sicherheitskonzepts für die Großveranstaltung geeinigt. Es gibt dabei immer kleinere Veränderungen am Konzept, weil wir die Erfahrungen aus den Vorjahren mit einfließen lassen″, sagt BOK-Pressesprecher Björn Kaisen im Gespräch mit unserer Redaktion.

Zu den größeren und wohl auch sichtbaren Veränderungen am Ossensamstag gehören Fahrzeugsperren an neuralgischen Punkten. Sie sollen verhindern, dass Fahrzeuge in Menschenmengen gesteuert werden können. Hintergrund der Überlegung sind die verheerenden Anschläge von Berlin und Nizza, bei denen Lkw zu fahrenden Waffen umfunktioniert wurden. Sperren in Form von Fahrzeugen wird es in erster Linie im Bereich Neumarkt geben″, bestätigt Polizeisprecher Frank Oevermann auf Nachfrage unserer Redaktion. Denkbar sind laut Kaisen in diesem Zusammenhang Busse oder auch Feuerwehrfahrzeuge.

Mit einer massiven Aufstockung von Sicherheitskräften ist beim Ossensamstag nach Auskunft der Polizei jedoch nicht zu rechnen. Das bewegt sich in etwa auf dem gleichen Level wie im vergangenen Jahr. Im Ernstfall sind wir aber zu jeder Zeit in der Lage, zu reagieren und Kräfte nachzuführen″, sagt Oevermann. Die Polizei sieht aktuell für den 25. Februar keine besondere Gefahrenlage. Aktuell haben wir keinerlei Auffälligkeiten.″

Ein Blick in die Karnevalshochburgen am Rhein zeigt: Mit der Einrichtung von Fahrzeugsperren steht Osnabrück nicht allein da. In Köln und Düsseldorf sollen ebenfalls Sperren teils auch aus Beton errichtet werden. In Münster wurden schon während des Weihnachtsmarktes wichtige Zugänge zu den Fußgängerzonen mit Reisebussen versperrt.

Kein Thema in Osnabrück seien dagegen Zugangskontrollen, wie sie andernorts angedacht werden. Wir wollen den Ossensamstag ja auch offen halten für die Menschen″, so Kaisen. Zudem sei es schwierig, den weitläufigen Bereich entlang der Strecke komplett zu abzusperren, um dann bei einem Einlass alle Personen kontrollieren zu können. Bei allen Maßnahmen, die vor und hinter den Kulissen liefen, solle doch der Ossensamstag sich selbst treu bleiben, sagt Kaisen. Die sichtbaren Maßnahmen wie Fahrzeugsperren sollen den Besuchern natürlich ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, damit alle entspannt feiern können. Bei allen Sicherheitsvorkehrungen wollen wir uns aber natürlich auch nicht verbiegen.″

Live im Internet

Auch 2017 wird es eine Live-Übertragung des Umzuges geben allerdings nicht mehr im Fernsehen, wie in früheren Jahren, sondern erneut im Internet. Der NDR zeigt in einem rund einstündigen Live-Stream Bilder des Ossensamstags. Für Kaisen ist die Verlagerung ins Netz nicht unbedingt ein Manko: Bei den Fernsehübertragungen wurde nach einer gewissen Zeit in andere Städte geschaltet. Im Stream können sich die Zuschauer dagegen den Ossensamstagszug vom ersten bis zum letzten Wagen ohne Unterbrechung anschauen.″

Im vergangenen Jahr hatten rund 40 000 Narren den Weg in die Osnabrücker Innenstadt gefunden. Die Polizei beurteilte die Lage seinerzeit als überwiegend friedlich″. Vereinzelt war es im Laufe des Tages zu alkoholbedingten Handgreiflichkeiten gekommen.

Alles zum Narrenfest: noz.de/ ossensamstag

Bildtext:
Mit Reisebussen wurden in Münster nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin die Einfahrten zur Fußgängerzone blockiert. Dieses Sicherheitskonzept soll nun auch in Osnabrück zum Einsatz kommen.

Foto:
Archiv/ dpa
Autor:
Sebastian Philipp


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