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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Probleme beim Tüv nach Dieselskandal?
 
Tüv-Problem nach Dieselgate
Zwischenüberschrift:
Unklare Lage: Keine Plakette für nicht umgerüstete Autos?
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Haben Autobesitzer, die vom Dieselskandal betroffen sind, künftig Probleme mit dem Tüv? Die Prüforganisation kündigt an, nicht umgerüsteten Autos ab Mitte dieses Jahres keine Plakette mehr zu geben. VW ist anderer Auffassung.

Osnabrück. Rund 2, 5 Millionen Fahrzeuge aus dem VW-Konzern sind in Deutschland vom Dieselskandal betroffen. Umgerüstet wurden bis heute gut 1, 1 Millionen. Bis zum Jahresende will VW diese Aktion abgeschlossen haben. Bei dem einen oder anderen betroffenen Auto dürfte jedoch vorher die Hauptuntersuchung (HU) fällig sein. In Fachkreisen wird bereits seit Längerem gemunkelt, es könne Probleme mit der Plakette geben.

Eine Anfrage beim Tüv Nord lässt nun konkret darauf schließen. Eine Plakette wird nicht erteilt, wenn ein Autofahrer nicht nachrüsten lässt″, so Tüv-Pressesprecher Rainer Camen. Ab Mitte 2017 würde dies als erheblicher Mangel bei der HU gewertet, eine Plakette wird dann erst nach der Umrüstung erteilt.″ Die Einzelheiten dazu seien noch in Abstimmung. Betroffen seien die Fahrzeuge, bei denen die Schummelsoftware eingesetzt wurde.″

Bei der Dekra, die ebenso wie der Tüv die Prüfplakette vergeben darf, ist davon nichts bekannt. Es habe keine Ansage vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) dazu gegeben, heißt es bei der Prüfgesellschaft. Dementsprechend habe es keine Auswirkung auf die HU, ob ein Fahrzeug umgerüstet sei oder nicht. Wissen müsse das jedoch das KBA.

Das Kraftfahrtbundesamt will jedoch mit alldem nichts zu tun haben. Das KBA sei nicht die vorgesetzte Behörde″ der Dekra, erklärte Behördensprecher Stephan Immen. Zuständig sei das Bundesverkehrsministerium.

Dort ist auch auf wiederholte Anfrage niemand bereit, eine Antwort auf die Frage zu geben, ob die Prüfplakette bedroht ist. Allgemein heißt es: Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können außer Betrieb gesetzt werden.″ Ob damit Plakette oder Zulassung gemeint ist, bleibt auch nach wiederholten Rückfragen unklar.

VW verweist dagegen auf eine 18-monatige Frist, innerhalb derer Fahrzeughalter ihr Auto in die Werkstatt bringen dürften. In dieser Zeit sollte es keine Probleme mit der Plakette geben.
Autor:
swi


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